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Malta – Gozo, die kleine sexy Schwester!

Die Vielfalt der nat√ľrlichen Tauchpl√§tze auf Malta, Comino und Gozo geht oftmals vergessen. Zu prominent sind die vielen Wracks, √ľber die in den Medien immer wieder berichtet wird. Bei meinem Besuch auf den maltesischen Inseln waren diesmal die von der Natur geschaffenen Tauchpl√§tze im Fokus.

Schaue dir auch meinen Bericht “Malta f√ľr deine Mittelmeer Bucketlist an!”

In 25 Minuten √ľber den Gozo-Kanal zur kleinen Schwester von Malta

Fähre mit Blick auf den Hafen von Gozo, Mittelmeer, Malta
Um 16.30 Uhr legt die F√§hre ab, √ľberquert den Gozo-Kanal und erreicht den Hafen auf Gozo schon nach 25 Minuten. Christine von den Extra Divers erwartet mich bereits im Hafen. Mit dem Pick-up sind wir in zwei Minuten an der Tauchbasis, welche sich im Grand Hotel Anzeige oberhalb des Hafens befindet. Im ersten Moment kommt mir der Begriff Tauchgarage eher in den Sinn als Tauchbasis. Nur sehr wenige Tauchbasen auf Gozo befinden sich direkt am Meer. Aus logistischen Gesichtspunkten liegt die ger√§umige Basis der Extra Divers Gozo am Mgarr-Hafen jedoch perfekt.
Extradivers Tauchbasis, Gozo, Mittelmeer, Malta
Mein Hotelzimmer befindet sich in der sechsten Etage des Grand Hotels, ist charmant eingerichtet und extrem ger√§umig. Die Terrasse mit Meerblick ist der Hammer. Sie bietet eine spektakul√§re Aussicht auf den Gozo-Kanal sowie die Inseln Comino und Malta. Zur Rechten thront die ‚ÄěKapelle Unserer Lieben Frau von Lourdes‚Äú √ľber dem gesch√§ftigen Mgarr-Hafen.
Blick aus dem Hotelzimmer, Gozo, Mittelmeer, Malta

Gozo, charakterlich geprägt von enormen geologischen Kräften

Spricht man als Taucher von Gozo, kommen das Blue Hole, das Azure Window und der Inlandsee unweigerlich in den Sinn.

Genau an diesen Pl√§tzen sind unsere heutigen drei Tauchg√§nge geplant‚Ķ wobei es das ber√ľhmte Azure Window mittlerweile nicht mehr gibt.

Mit Ermes, meinem Tauchpartner, machen wir uns gegen 9 Uhr auf den Weg nach Dwejra, wo sich die drei erwähnten Tauchplätze befinden.

Jeder der Gozo kennt, kennt auch das Azure Window, auf Deutsch das “Blaue Fenster”. An allen Postkartenst√§ndern ist es noch bestens vertreten, obwohl es bereits am 08. M√§rz 2017 bei einem heftigen Sturm eingest√ľrzt ist.

Malta - Azzure Window
Knapp 10 Jahre ist es her, als ich letztmals am Azure Window war. Der malerische Anblick ist immer noch pr√§sent. In meiner Vorstellung ging ich davon aus, dass lediglich die d√ľnne Br√ľcke zum m√§chtigen Pfeiler des blauen Fensters eingest√ľrzt ist. Tats√§chlich hat das Meer jedoch den gesamten massiven Pfeiler verschlungen. Ohne Zweifel ein Verlust f√ľr die √úberlandtouristen. Unter der Wasseroberfl√§che hat die Natur jedoch einen neuen imposanten Tauchplatz erschaffen. Die neu entstandenen Azure Alps oder auch Azure Boulders erinnern an die Alpen mit der herausragenden Spitze des Matterhorns. Des einen Leid ist des anderen Freud!
Der Fu√ümarsch vom Parkplatz hinab zum Blue Hole f√ľhrt zun√§chst √ľber zwei Treppen und anschlie√üend √ľber etwas unwegsames Terrain. Jetzt kommt mir wieder in den Sinn, warum es “Sport”tauchen hei√üt. Der Einstieg ins Blue Hole ist umso angenehmer. Ich setze mich einfach auf den Rand des Blue Holes und beobachte beim Flossenanziehen, wie das Sonnenlicht ins tiefblaue Wasser hinunter t√§nzelt. Das Lichtspiel im klaren Wasser begleitet uns beim Abtauchen bis zum gro√üen Torbogen, welcher aus dem Blue Hole ins offene Meer hinaus und zu den markanten Felsbrocken des ehemaligen Azure Windows f√ľhrt. So beeindruckend es ist, durch die kolossalen Azure Boulders zu tauchen, so t√ľckisch ist es auch. An verschiedenen Stellen sind helle noch nicht bewachsene Abbruchkanten zu erkennen. Immer wieder brechen gro√üe Felsst√ľcke heraus. Es ist also Vorsicht geboten.
Foto Gorden Klisch - Azur Boulders - Gozo
Foto Gorden Klisch - Azur Boulders - Gozo
Direkt neben dem Blue Hole liegt der Inlandsee, welcher durch eine enge Felsspalte mit dem offenen Meer verbunden ist. Mit dem Schlauchboot passieren wir die Felsspalte auf dem Weg zum zweiten Azure Window, welches nun an Bekanntheit gewinnt, da es den ber√ľhmten “gro√üen Bruder” nicht mehr gibt. W√§hrend Touristen das steinerne Naturkunstwerk von oben betrachten, gleiten wir vom Schlauchbot ins Wasser und tauchen durch das Fenster hindurch. Der Tauchgang hat durchaus seinen Reiz. Wirklich spektakul√§r ist jedoch die Bootsfahrt entlang der schroffen Steilk√ľste und durch den mystischen Kanal zum Inlandsee.
Tauchplatz Inland Sea, Gozo, Mittelmeer, Malta

Nach der Bootsfahrt √ľber den Kanal durch die Felsen bin ich √§u√üerst beeindruckt. Jetzt steigt die Spannung, wie sich der Kanal unter Wasser pr√§sentieren wird. Durch den flachen, gr√ľnlichen und durch die vielen Schwimmer sowie den stetigen Bootsverkehr getr√ľbten Inlandsee schwimmen wir auf den Inlandseekanal zu.

Vor dem Eingang tauchen wir in einen d√ľsteren Spalt hinab, der erstaunlich schnell an Tiefe gewinnt. Rechts und links karge Felsw√§nde und immer wieder knatternde Boote √ľber uns. Die Stimmung ist etwas gespenstisch. Leben gibt es in dieser d√ľsteren Umgebung quasi keines. Bei genauerem Hinschauen wirken die im Lichtkegel der Tauchlampe erhellten Felsw√§nde wie moderne abstrakte Kunstwerke aus wei√üen, roten und blauen Schw√§mmen. Am Ende des Kanals √∂ffnet sich das tiefblaue Meer, und der Tauchgang f√ľhrt entweder links oder rechts herum an einer Steilwand entlang.

Dwejra repr√§sentiert √ľber und unter Wasser die Ergebnisse der enormen geologischen Kr√§fte, welche f√ľr den Charakter der Insel Gozo verantwortlich sind. Kein Wunder, dass sich Dwejra trotz des Verlustes des Azure Windows sowohl bei Landtouristen als auch bei Tauchern weiterhin gro√üer Beliebtheit erfreut.

it-Tokk im Herzen Victorias

Maltas kleine Schwesterinsel Gozo ist idyllischer als das eher hektisch wirkende Malta. Rabat, besser bekannt als Victoria, ist das geografische und wirtschaftliche Herz der Insel und zugleich die Hauptstadt Gozos. Erhaben thront die Zitadelle, deren Besuch ein Muss ist, √ľber Victoria. Beim Panoramarundgang auf den gewaltigen Befestigungsanlagen lasse ich meinen Blick √ľber die Insel schweifen. Am Horizont erheben sich auff√§llig die Kuppeln von Kathedralen aus der Mitte der typischen im Sonnenschein erstrahlenden Sandsteingeb√§ude. Die H√§user mit ihren teils verspielten Fronten und Balkonen f√ľgen sich harmonisch in das Landschaftsbild der Insel ein.

Blick auf die Stadt, Gozo, Mittelmeer, Malta
Am Hauptplatz, dem Plaza Indipendenza (Unabh√§ngigkeitsplatz) im Zentrum von Victoria nimmt man sich in einem der kleinen Stra√üencaf√©s Zeit zum Verweilen. Genau das tue ich auch in der anbrechenden Abendd√§mmerung. Den selbst gemachte Erdbeer-Martini im Caf√© Jubilee Anzeige kann ich w√§rmstens empfehlen. Leuchtend rot und fruchtig ist jeder Schluck purer Genuss und Erfrischung zugleich. Der Platz im Herzen der Stadt ist auch bekannt unter dem Namen it-Tokk Anzeige. Das gleichnamige Restaurant am Rande des Platzes ist eine Empfehlung von Christine, die ich gerne ausprobiere. Auf der kleinen Dachterrasse ist es bereits gut gef√ľllt, und ich habe Gl√ľck den letzten freien Tisch zu bekommen. Das liebevoll eingerichtete Restaurant bietet unter anderem auch lokale Spezialit√§ten an. Der gebratene Hase in einer Rotwein-Knoblauch-So√üe ist ein Gedicht.

Gerne w√ľrde ich das vorz√ľgliche Abendessen mit einem lokalen Dessert abrunden. Mein s√ľ√üer Zahn bleibt jedoch leider unbefriedigt mangels eines entsprechenden Dessertangebots. Nichtsdestotrotz mache ich mich gut ges√§ttigt auf den R√ľckweg zum Hotel. Der Mgarr-Hafen und das Zentrum von Victoria sind √ľber zwei Buslinien, die bis Mitternacht regelm√§√üig verkehren, gut erschlossen. Der erste Bus rauscht einfach an der Haltestelle vorbei. Es ist nicht meine Buslinie, und ich erinnere mich gl√ľcklicherweise an meinen letzten Maltabesuch, dass man dem Busfahrer signalisieren muss, wenn man mitfahren m√∂chte. So h√§lt der richtige Bus auf mein Zeichen hin auch tats√§chlich an und bringt mich zur√ľck zum Hafen, dessen Beleuchtung f√ľr eine besondere n√§chtliche Stimmung sorg.

Traditionelle Salzproduktion in den Xwejni Salzpfannen

Mein letzter Tag auf Gozo bricht an. Der R√ľckflug ist morgen erst am Nachmittag, was mir noch zwei Tauchg√§nge am Vormittag erlaubt. Auf dem Weg zu den heutigen Tauchpl√§tzen im Norden der Insel f√ľhrt die Uferstra√üe ca. 1-2 km an einem ins Meer hineinragenden Sandsteinplateau entlang. Ein Teppich mit Rechteckmuster breitet sich auf dem Plateau aus. Es handelt sich um die Xwejni Salt Pans, welche auf dieser Ebene k√ľnstlich angelegt wurden.

Unz√§hlige kleine, sehr flache und einige tiefere, deutlich gr√∂√üere rechteckige Becken sind aus dem Sandstein heraus gehauen und dienen der Salzgewinnung. Diese traditionelle Form der Salzproduktion ist bereits auf die Zeit der Ph√∂nizier und R√∂mer zur√ľckzuf√ľhren. Ein √§lteres Paar verkauft an der Stra√üe kleine S√§ckchen mit Gozo Salz. Voller Stolz zeigen sie mir ein kleines Fotoalbum in zerfledderten Klarsichth√ľllen. Die Bilder im Album dokumentieren die einzelnen Schritte der Salzproduktion.

Salzverkäuferin an den Salzfeldern auf Gozo, Mittelmeer, Malta

Die √§ltere Dame erkl√§rt mir, dass ihr Sohn das Meerwasser mit einer elektrischen Wasserpumpe vom Meer in die gr√∂√üeren Becken pumpt. Sobald ein Teil des Wassers verdunstet ist, wird es aus diesem gro√üen Becken auf die vielen kleinen flachen Salzpfannen verteilt. Im Hochsommer, wenn es sehr trocken und extrem hei√ü ist, verdunstet das Wasser in den Salzpfannen innerhalb von sieben Tagen. Es ist jedoch wichtig, dass die Pfannen niemals ganz austrocknen, damit sich das Salz noch abtragen l√§sst. Die √ľbrig bleibende reine Meersalzmasse wird zusammengeschoben, abgetragen und aufgeh√§uft, bis das Meersalz letztlich komplett kristallisiert ist . Der √§ltere Herr mit markanten Gesichtsz√ľgen berichtet mit einem Funkeln in den Augen, dass er in einer guten Saison 23-26 Tonnen Salz produziert. Eine Menge, die mich bei diesem rein nat√ľrlichen und manuellen Produktionsprozess in Erstaunen versetzt.

 

Billinghurst Cave

Der erste Tauchplatz ist heute die Billinghurst Cave im √§u√üersten Norden der Insel. Entlang der K√ľste wimmelt es von Tauchpl√§tzen und nat√ľrlich auch von Tauchern. F√ľr die maltesischen Inseln hat der Tauchtourismus unverkennbar eine enorme Bedeutung. Fast alle Tauchpl√§tze sind gut markiert und mit Treppen und Gel√§ndern zug√§nglich gemacht. An einigen Pl√§tzen stehen sogar Tafeln mit Beschreibungen des Tauchplatzes.
Das letzte St√ľck der Anfahrt zur Billinghurst Cave ist spektakul√§r. Ermes lenkt den allradgetriebenen Hilux langsam √ľber die Unebenheiten und tiefen Risse des von Wind und Wasser geschaffenen K√ľstenplateaus bis zum Einstiegsplatz. Hier reiht sich gerade Taucher an Taucher vor der Leiter, √ľber die man ins Wasser gelangt. Bei 30¬įC in der prallen Sonne ist es kein Vergn√ľgen im Neoprenanzug anstehen zu m√ľssen. Wir lassen uns daher Zeit, die ich nutze, um den ZEN-Kreis – ZEN, eine Buddhistische Str√∂mung – aus Steinm√§nnchen genauer zu inspizieren. Ein kleines Holzschild ermuntert den Kreis zu erweitern, ohne die Spirale selbst zu ber√ľhren.

Steinkreis, Gozo, Mittelmeer, Malta

Die Taucherschlange hat sich mittlerweile aufgel√∂st. Jetzt legen auch wir unser Equipment an und steigen √ľber die Leiter hinunter ins Wasser. Wir befinden uns direkt vor der Billinghurst Cave. Wie in den meisten gro√üen H√∂hlen tauchen wir einfach ins Dunkle hinein, was zun√§chst wenig Reiz verspricht. Nat√ľrlich √§ndert sich der Eindruck umgehend, als wir umkehren. Vor uns das leuchtende Blau des Meeres eingefasst in den schwarzen R√§ndern des H√∂hleneingangs. Ein Anblick, der mich immer wieder begeistert! Von hier tauchen wir an einer Steilwand entlang, die Heimat von unz√§hligen Mittelmeer-Fahnenbarschen ist.

Zu Besuch in der verborgenen Kathedrale

Tauchlehrer Extradivers Gozo, Mittelmeer, Malta

Tauchen ist kein Zuckerschlecken...

Auf Malta sind die Tauchpl√§tze in der Regel leicht zug√§nglich. Gozos K√ľste ist schroff und oftmals steil abfallend. Sofern man nicht gerade mit Neoprenanzug, Tauchflasche und Blei best√ľckt ist, offeriert die Steilk√ľste atemberaubende Anblicke. F√ľr uns Taucher bedeutet es hier und da etwas mehr physische Anstrengung, um den Einstieg ins Wasser zu erreichen. Tauchen ist hier nicht immer ein Zuckerschlecken, aber es hei√üt ja schlie√ülich auch “Sport”tauchen. So auch an der Kathedrale, dem Lieblingstauchplatz von Christine.

Allein der Anblick der Wied Il-Ghasri Schlucht aus der Vogelperspektive ist atemberaubend sch√∂n und entsch√§digt f√ľr die zu erwartende Anstrengung. Wie eine Schlange windet sich die schmale Schlucht von einem winzigen steinigen Strand hinaus aufs Meer. Ein typischer Postkartenblick. So viel zur landschaftlichen Sch√∂nheit… Jetzt steht uns der Abstieg zum Kiesstrand bevor. Vorbei an bl√ľhenden Kapernb√ľschen z√§hle ich bis zum Einstieg 82 in den Fels gehauene Stufen. Zum Gl√ľck sind diese selbst mit Tauchequipment erstaunlich angenehm zu bew√§ltigen. Anscheinend scheuen dennoch die meisten Taucher die nicht zu verleugnende k√∂rperliche Anstrengung bei den hochsommerlichen Temperaturen. W√§hrend an den vorherigen Tauchpl√§tzen der Massentauchtourismus un√ľbersehbar war, begleiten uns hier lediglich einige Badeg√§ste auf den ersten Metern, die wir in den Canyon hineinschwimmen.

Vom sonnendurchfluteten Canyon ins schwarze Loch

Bevor wir abtauchen, macht Ermes mich auf Felseinschnitte auf beiden Seiten der Schlucht aufmerksam. An dieser Stelle querte fr√ľher ein schwerer Balken die Schlucht. Angreifern war es so unm√∂glich mit dem Schiff in der Bucht zu landen.
Der Canyon gewinnt langsam an Tiefe und erstrahlt auf seiner gesamten Länge im gleißenden Licht der Mittagssonne. Ein Schwarm rot leuchtender Soldatenfische schmiegt sich an die Flanke des Canyons. Am Ende des Kanals tut sich die Weite des Meeres auf. Von hier folgen wir rechter Hand einer Steilwand, bis wir uns urplötzlich vor einem riesigen, tiefschwarzen Loch befinden.

Kanal / egnge Schlucht die zum Tauchplatz Cathedral f√ľhrt, Gozo, Mittelmeer, Malta

Die Cathedral Cave! Wir verschwinden im Nichts. Kurz darauf signalisiert Ermes “auftauchen”. In diesem Moment bin ich etwas irritiert und an der Wasseroberfl√§che dann komplett verbl√ľfft. √úber uns ein Gew√∂lbe, welches den Kuppeln einer der vielen maltesischen Kathedralen gleichkommt. Vor uns ein v√∂llig irreales Bild. Die Wasseroberfl√§che in der d√ľsteren Kathedrale leuchtet in einem satten Blau. Wie ist das m√∂glich? Der riesige H√∂hleneingang unter Wasser sorgt durch das viele eindringende Tageslicht daf√ľr, dass wir uns in der Kathedrale inmitten eines blauen Farbtopfs wiederfinden. Eine verborgene Kathedrale, deren Eingang sich unter Wasser befindet! F√ľr mich ein kr√∂nender letzter Tauchgang.

Mein Taucherfazit zu den maltesischen Inseln

Die Maltesischen Inseln geh√∂ren ohne Wenn und Aber zu den top Tauchdestinationen im Mittelmeer. Die Vielfalt der Tauchpl√§tze faszinierende Tauchg√§ngen f√ľr jeden Taucherlevel. Ein weiteres Plus sind die guten Sichtweiten auf Malta. Nat√ľrlich hat der starke Wind diese Woche das Wasser leicht getr√ľbt. 10-15 m Sicht sind aufgrund der felsigen Umgebung trotzdem quasi garantiert. Im Vergleich zu anderen Mittelmeerdestinationen ist auch die Tauchsaison etwas l√§nger. Selbst im September darf man sich immer noch √ľber Wassertemperaturen um 23¬įC freuen. Gepaart mit der ruhigeren Nachsaison also ein ausgezeichneter Monat f√ľr Taucher.

Von den beiden Extra Diver Tauchbasen auf Malta und Gozo kann man sich fast zuwinken. Der kurze Transfer √ľber den Gozo Kanal bietet die Option, ohne gro√üen Aufwand, die Unterwasserwelt auf beiden Inseln kennenzulernen.
In den vergangenen sechs Tagen konnte ich lediglich einen Bruchteil der m√∂glichen Tauchpl√§tze erkunden. Dennoch bin ich begeistert von der speziellen Unterwassertopografie der maltesischen Inseln. Mein Abschlusstauchgang zur Kathedrale mit dem irrealen blauen Licht war ein weiterer Beweis daf√ľr, dass die Natur auf Malta, Comino und Gozo diverse Unterwasserkunstwerke geschaffen hat. Die nat√ľrlichen Tauchpl√§tze brauchen sich keineswegs vor den bekannten Schiffswracks der Inselgruppe verstecken.

Beste Reisezeit f√ľr Taucher - Malta & Gozo

Das Klima auf den maltesischen Inseln ist subtropisch mediterran. Die Sommer sind heiß und regenarm. Im Winter ist es angenehm mild aber etwas feuchter.

Die meisten Mittelmeerinseln lassen sich ganzj√§hrig gut bereisen. Dies gilt auch f√ľr Malta und Gozo. Die beste Reisezeit mit sommerlichen Temperaturen herrscht von Mai bis Oktober.

Mein Fazit f√ľr Taucher

Als Taucher reist du am besten in Monaten Juni bis Oktober nach Malta oder Gozo. In dieser Zeit ist das Mittelmeer gut aufgewärmt und angenehm zum Tauchen. Wer nicht auf die Schulferien angewiesen ist, sollte die sehr heiß und zudem Touristischen Sommermonate meiden und eher auf die Monate September und Oktober ausweichen.

Klimatabelle

Hinweis: Die Tauchg√§nge wurden von den Extra Divers Gozo unterst√ľtzt. Alle Eindr√ľcke sind wie immer meine eigenen, darauf kannst du z√§hlen!

Gut zu wissen

Flag of Malta
Land: Malta
Lage: S√ľdeurop√§ischer Staat im Mittelmeer zwischen der Insel Sizilien und dem afrikanischen Kontinent gelegen.
Gr√∂√üe: Die maltesischen Inseln liegen im Mittelmeer etwa 95 km s√ľdlich von Sizilien, 290 km √∂stlich von Tunesien und 360 km n√∂rdlich von Libyen am √∂stlichen Ende der Stra√üe von Sizilien. Die drei gr√∂√üten Inseln Malta (246 qkm), Gozo (70 qkm) und Comino (3 qkm) sind bewohnt.
Hauptstadt: Valletta
Bevölkerung: ca. 433 Tausend Einwohner (Stand 2015)
Sprache: Maltesisch, Englisch
Religion: Die Mehrheit der maltesischen Bevölkerung (98 %) ist römisch-katholisch. Daneben gibt es nur einige wenige Protestanten, Orthodoxe, Juden und Muslime.
Geld: Seit Anfang 2008 hat auch Malta den Euro eingef√ľhrt.
Visum: Die Einreise nach Malta ist mit einem g√ľltigen Reisepass oder Personalausweis m√∂glich.
Tauchgenehmigung: nicht erforderlich
Zeit: mitteleuropäische Zeit (MEZ)
Medizinische Hinweise: Es sind keine spezifischen Impfungen vorgeschrieben (ohne Gewähr). Akutelle Informationen vor der Reise einholen.
Elektrische Spannung: 220 V
Information im Web: www.extradivers-worldwide.com
www.extradivers-worldwide.com – Malta
www.extradivers-worldwide.com – Gozo
www.visitmalta.com

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