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Malediven – Silvie auf Tuchf├╝hlung mit Mantas und Walhaien

Die Malediven geh├Âren zu den faszinierendsten Reisezielen f├╝r eine Tauchsafari. Begegnungen mit┬áMantas und Walhaien sind unbeschreiblich sch├Ân und ebenso unvergesslich. Silvie ist nicht zum ersten Mal auf den Malediven und auch sicher nicht zum letzten Mal. Hier erf├Ąhrst du von Silvie, warum sie vom Tauchen auf den Malediven so begeistert ist.

Carpe Diem - Wiederholungst├Ąterin auf den Malediven

Mutter und Taucherin zu gleich, das ist schwer unter einen Hut zu bringen. Jahrelang wartet man, bis die Kinder alt genug sind, um laufen, schwimmen, schnorcheln und dann endlich tauchen zu lernen. Endlich mit den eigenen Kinder die Unterwasserwelt zu erkunden, ist wirklich toll. Gleichwohl gibt es Tauchgebiete, welche f├╝r Anf├Ąnger und Kinder nicht geeignet sind. So zieht es mich jedes Jahr f├╝r eine Woche auf ein Safarischiff, um meiner Tauchleidenschaft nachzukommen. Die Malediven sind bereits zum 6. Mal das Ziel meiner diesj├Ąhrigen Tauchreise. Ja, ich bin begeisterte Wiederholungst├Ąterin. Die Unterwasserwelt und die traumhaft anzuschauenden Inseln der Malediven faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Eine Woche Urlaub von der Familie ­čśë im Tauchparadies der Malediven.

Die Wahl f├Ąllt – wie fast immer – auf ein Schiff der┬áCarpe-Flotte. Es gibt mittlerweile 3 Schiffe, welche jedes Jahr diverse Preise einheimsen. Und sie haben es sich wirklich verdient.┬á

Die Carpe Diem - Alte Dame im neuen Kleid

Die┬áCarpe Diem┬áist 2008 in See gestochen und war das erste Safarischiff der Carpe-Flotte. Die “Alte Dame” geh├Ârt keineswegs zum alten Eisen. 2016 wurde das Schiff neu m├Âbliert und pr├Ąsentiert sich seither im neuen modernen Kleid. Die Carpe Diem hat eine L├Ąnge von 35 Metern, 10 Kabinen ├╝ber drei Decks verteilt und somit Platz f├╝r maximal 20 Taucher. Zus├Ątzlich f├Ąhrt ein Beiboot – das so genannte Dhoni mit – auf welchem die Tauchausr├╝stung Platz findet. Auf dem Dhoni stehen auch die Kompressoren, so werden wir an Bord des Hauptschiffs nie von Ger├Ąuschen beim F├╝llen der Tauchflaschen gest├Ârt. Zudem gibt es ein kleines Motorboot, mit dem wir zum BBQ auf unbewohnte Inselchen gebracht werden.┬á

Das Schiff verf├╝gt insgesamt ├╝ber vier Decks. Das Unterdeck mit Schlafkabinen, das Hauptdeck mit Aufenthaltsraum, Sitzgelegenheiten, Toiletten und zwei weiteren Kabinen, das Oberdeck mit der Kapit├Ąnsbr├╝cke, 2 Kabinen sowie Bar und Esstisch. Last but not least das Sonnendeck mit gen├╝gend Sonnenliegen.

Die Kabinen sind gro├čz├╝gig, bieten gen├╝gend Stauraum und herrlich warmes Wasser zum Duschen, was aus meiner Erfahrung keine Selbstverst├Ąndlichkeit ist! Wie immer bevorzuge ich eine Kabine im unteren Teil vom Schiff – wenn m├Âglich immer weit entfernt vom Motor wegen der Ger├Ąusche. Eine gute Wahl. W├Ąhrend unserer Fahrt haben wir an einem Tag wirklich ├╝bles Wetter. Das Boot wird heftig durchgesch├╝ttelt. Die teuersten Kabinen am Oberdeck bieten zwar einen tollen Ausblick, sind bei solchen Wetterverh├Ąltnissen aber nichts f├╝r einen sensiblen Magen. W├Ąhrend es im unteren Teil vom Boot ziemlich ruhig bleibt, schwanken die oberen Kabinen deutlich st├Ąrker hin und her.┬á

Das Beste am Boot ist f├╝r mich der riesige Esstisch, der sich drau├čen an der frischen Luft befindet. Es gibt nichts Besseres, als das wirklich k├Âstliche Essen mit Blick auf die Puderzuckerstr├Ąnde und das tiefblaue Wasser zu genie├čen. Bei Regen gibt es Planen, welche herabgelassen werden, so dass wir weiterhin drau├čen speisen k├Ânnen.

Das Essen ist extrem abwechslungsreich, schmackhaft und immer parat, sobald wir aus dem Wasser kommen. Die K├Âche gehen auf alle Spezialw├╝nsche der G├Ąste ein und f├╝r Geburtstagskinder oder Frischverm├Ąhlte gibt es immer einen sehr feinen Kuchen!

Als allein reisende Frau teile ich die Kabine meist mit einer anderen Frau. Je nach Belegung kann man auch Gl├╝ck haben und ein Zimmer f├╝r sich allein bekommen. Bei unserer Tour sind 17 G├Ąste an Bord. Auf den verschiedenen Decks ist immer ausreichend Platz.

So kommst du auf die Malediven

Die G├Ąste der Carpe Diem kommen aus der ganzen Welt. Dies f├╝hrt dazu, dass sich die Anreise auf den ganzen ersten Tag verteilt. Wer vor der Mittagszeit landet, kann am ersten Tag bereits einen Check-Tauchgang absolvieren. Mein Flugzeug landet leider erst am Nachmittag und ich muss dazu noch 3 Stunden am Flughafen abh├Ąngen, bis das Dhoni mich abholt. Die Anzahl der Direktfl├╝ge von Deutschland oder der Schweiz ist sehr gering. In den meisten F├Ąllen erfolgt die Anreise ├╝ber ein arabisches Emirat. Ich fliege zum zweiten Mal mit┬áOman Air┬áund bin auch diesmal wieder sehr zufrieden.

Als ich nach der langen Reise endlich an Bord der Carpe Diem ankomme, werde ich vom Tauchteam herzlich begr├╝sst. Jetzt hei├čt es erst einmal auspacken und den Papierkram erledigen. Als Wiederholungst├Ąterin freut es mich besonders, das ein oder andere Gesicht der Crew wiederzuerkennen. Trotz der vielen G├Ąste erinnern sich die Crewmitglieder ├╝berraschenderweise auch an mich!

Tauchpl├Ątze auf unser Safari - Mantas, Walhaie und mehr

Essen, schlafen, tauchen – so sieht das Programm auf einem Safariboot aus. Die Liste der Tauchpl├Ątze auf unserer Safari ist dementsprechend lang. Gerne teile ich meine Erlebnisse an den jeweiligen Pl├Ątzen mit dir:

Tauchpl├Ątzte auf unser Safariroute

Fish Head

Bereits das erste Highlight im Ari Atoll steht bevor. Auf der Insel gibt es eine Fischfabrik und die Abf├Ąlle werden hier ins Meer bef├Ârdert. Dies zieht nat├╝rlich eine Menge anderer Fische an. Bei unserem Tauchgang herrscht eine starke Str├Âmung. So verpassen wir den eigentlichen im Briefing besprochenen Tauchspot. Nichtsdestotrotz sehen wir eine Menge. Ein 3 m langer Ammenhai schlummert vor sich hin und Unmengen an gepunkteten Mur├Ąnen schauen uns aus ihren L├Âchern an. Schw├Ąrme von riesigen Fledermausfischen und Napolenfische kreuzen unseren Weg. Das Riff ist leider ziemlich kaputt und die Sicht nicht berauschend. Die andere Tauchgruppe hat trotz Str├Âmung den richtigen Tauchplatz erwischt. Begeistert erz├Ąhlen sie uns nach dem Tauchgang, dass sie sich mit dem Str├Âmungshaken eingeh├Ąngt und dann das Fisch-Kino genossen haben.

Auf dem Weg zu unsrem n├Ąchsten Tauchspot d├╝rfen wir einen besonderen Augenblick erleben. Ein Schwarm von ca.100 Delfinen schwimmt an uns vorbei – wir k├Ânnen es kaum fassen! Eine solch gro├če Anzahl an Delfinen habe ich bisher noch nie auf dem Malediven gesehen. Wir f├╝hlen uns wie bei National Geographic und schauen grinsend aufs Meer.

Lankan Faru

Das n├Ąchste Highlight vom ersten Tag steht bereits bevor: die erste Manta Cleaning Station! Auch hier ist das Riff in keinem guten Zustand und die Sicht ist ebenfalls bescheiden, aber daf├╝r sind wir ja nicht da ­čśë An der Putzerstation angekommen h├Ąngen wir uns mit einem Str├Âmungshaken brav ein. Unser Tauchguide kontrolliert, dass niemand zu nah an der Station ist und dann hei├čt es abwarten. W├Ąhrend wir warten, tauchen immer wieder kleine Riffhaie auf, welche versuchen, Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.┬áAuch Mur├Ąnen, Napoleons und Schildkr├Âten sind zu sehen. Endlich ist es soweit.

Das Warten hat sich gelohnt. 4 Mantas, davon einer riesengro├č. Wow. Voller Ehrfurcht lassen wir sie ihre Kreise ziehen, beobachten sie bei Loopings und kommen aus dem Staunen fast nicht heraus. Dieses Gef├╝hl, beim Beobachten dieser wundersch├Ânen Tiere unter Wasser l├Ąsst sich kaum in Worte fassen. Unglaublich wie nah sie an uns vor├╝ber schweben. Beim Auftauchen hat jeder von uns ein fettes Grinsen im Gesicht – f├╝r viele war es die erste Begegnung mit einem Manta. Ich bin sicher, sie werden alle wie ich wiederkommen wollen.

Kuda Giri Wrack

Der letzte Tauchgang des Tages f├╝hrt uns zu einem toll bewachsenen Wrack auf einer Tiefe von 31m, welches bereits vor 35 Jahren extra f├╝r Taucher versenkt wurde. Am Schiffswrack treffen wir sehr fotogene Fangschreckenkrebse, Glasfische und Rotfeuerfische an. Als sich die Nullzeit dem Ende zu neigt, tauchen wir zum erstaunlich sch├Ân bewachsenen Riff r├╝ber. Dort begegnen uns ein Riesenbarsch, ein jagender 1 Meter grosser Thunfisch, Schw├Ąrme von blauen Dr├╝ckerfischen und Travelleys. Zum Abschluss des Tauchgangs kommen wir an einer gro├čen Anemonen-Stadt vorbei.┬á

Kandooma Top Reef

Am Kandooma Top Reef tauchen wir ab und begegnen gleich einem riesigen Rochen. Ein paar Wei├čspitzenriffhaie schwimmen durchs Bild. Wir lassen uns weiter am Riff vorbeitreiben und kommen an drei imposanten Langusten vorbei, welche ihre H├Âhle verteidigen. Nur ein paar Meter weiter treffen wir auf eine monstr├Âs gro├če Schildkr├Âte. Sie liegt sehr fotogen am Riff und l├Ąsst sich geduldig von allen Seiten ablichten. Eine kleine Gruppe von Adlerrochen zieht ebenso an uns vorbei wie eine weitere Schildkr├Âte. Wahnsinn, was wir innerhalb dieses einen Tauchgangs zu Gesicht bekommen.

Kandoora Thila

W├Ąhrend wir beim ersten Tauchgang am Kandoora Thila aufgrund der immensen Str├Âmung zum Top Reef ausgewichen sind, haben wir bei unserem 2. Versuch am Thila mehr Gl├╝ck. Die Str├Âmung ist moderat und wir k├Ânnen den Tauchplatz ohne weiteres erkunden. Obwohl die Sicht besser sein k├Ânnte, ist dies ein spektakul├Ąrer Tauchplatz auf 30 Meter. Ich wei├č┬ágar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll! Eine Gruppe von ca. 10 Adlerrochen wow. Im n├Ąchsten Augenblick hier ein Grau- und dort ein Wei├čspitzenriffhai┬ágefolgt von pfeilschnellen Thunfischen. Ein Eldorado f├╝r Freunde von Gro├čfischen.

Alimaathaa Jetty

Das n├Ąchste Highlight der Safari steht vor der T├╝r. Ein Tauchplatz, der mein Taucherherz immer wieder in Aufregung versetzt. Mit Einsatz der D├Ąmmerung r├Âdeln wir unser Equipment an und springen von Bord. Wir finden uns direkt inmitten von Ammenhaien und Stachelrochen wieder. Angelockt durch die Fischabf├Ąlle vom Hotel patrouillieren hier dutzende, wenn nicht sogar hunderte von Ammenhaien entlang. Die Ammenhaie sind unglaublich zutraulich, sto├čen manchmal sogar gegen Kameras oder Taucher und lassen uns dadurch sehr nah an sich herankommen. Einige von ihnen sind 2-3 Meter lang. Auch Stachelrochen schweben auf Tuchf├╝hlung an uns vorbei, w├Ąhrend ich sicherheitshalber immer ein Auge auf den Stachel in ihrem Schwanz werfe. ├ťber Wasser wird es immer dunkler, so schalten wir nach und nach unsere Lampen ein.
Das Spektakel am Tauchspot Alimaathaa Jetty lockt meist viele Safarischiffe an, so dass hier deutlich mehr los ist, als an anderen Tauchpl├Ątzen.

Als wir am Abend ankern, stellt die Crew einen Scheinwerfer auf. Wer wei├č, vielleicht birgt das Meer noch eine ├ťberraschung f├╝r uns? Tats├Ąchlich haben wir mega Gl├╝ck und ein Walhai taucht hinter unserem Boot auf. Er h├Ąlt sich f├╝r mehrere Stunden zum Futtern in unserer N├Ąhe auf. Die ganz Wagemutigen springen ins Wasser – ich bin nat├╝rlich auch dabei. Es ist das erste Mal, dass ich dieses Naturspektakel erleben darf und so bin ich ca. 30 Minuten mit einem ungef├Ąhr 6 Meter gro├čen Walhai im Wasser. Dieser frisst total unbeirrt sein Plankton und l├Ąsst uns so nah an sich rankommen, dass wir direkt ins Maul schauen k├Ânnen.┬á

Five Rocks

Der heutige Tag beginnt mit einem wirklich romantischen Tauchgang – Weichkorallen in allen Farben soweit das Auge reicht. Die Korallen erstrahlen in wei├č, lila, gelb und anderen Bonbonfarben. Sch├Âner h├Ątte man eine Unterwasserlandschaft nicht malen k├Ânnen. Mehrmals tauchen wir rund um die 5 Korallenbl├Âcke, welche Namensgeber f├╝r den Tauchplatz sind. Nicht nur die Korallen begeistern, sondern auch die kleinen Canyons und H├Âhlen durch die wir tauchen. Dort begegnen uns freischwimmende Mur├Ąnen, viele Nacktschnecken und Wimpelfischschw├Ąrme.┬áSch├Âner kann der Tag nicht beginnen. Jetzt freue ich mich auf das Fr├╝hst├╝ck an Board.

Dhigu Rah Out

Gut ges├Ąttigt begeben wir uns nach dem Fr├╝hst├╝ck auf Walhaisuche. Ein regelm├Ą├čiger Programmpunkt bei allen Safarischiffen. Bisher hatten wir eine Erfolgsquote von 50%. Allerdings in den meisten F├Ąllen nicht bei der aktiven Suche, sondern eher unerwartet beim Tauchgang danach.┬áSo brechen wir auch heute die Suche ab und gehen ohne Walhaisichtung tauchen. Immer wieder schaue ich in die Ferne, ins tiefblaue Meer hinaus – jedoch ohne Erfolg. Somit konzentrieren wir uns lieber aufs Riff und entdecken einen Babyhai unter einem Stein. Schildkr├Âten, schwarz-wei├č┬á┬ágepunktete Kugelfische und ein oranger Kugelfisch begleiten uns. Letzterer sieht wahrhaftig wie eine schmackhafte Mango aus!

Danke an Andreas Leibert, der ebenfalls auf der Carpe Diem war und dieses sch├Âne Video zur Verf├╝gung gestellt hat.

Walhai-Alarm!!!

Zur├╝ck an Bord legen wir unser Tauchger├Âdel ab. Die letzte Tauchgruppe steigt gerade aus dem Wasser. Pl├Âtzlich hei├čt es “Walhai-Alarm”. Hektisch ziehen alle ihre Schnorchelausr├╝stung und Flossen an und los geht es. W├Ąhrend der Walhai gem├Ąchlich seine imposante Schwanzflosse im Wasser hin und her bewegt, lege ich mich m├Ąchtig ins Zeug, um dranzubleiben.┬áNun zahlt sich mein Schwimmtraining aus. Ich kann so eine Viertelstunde auf Tuchf├╝hlung neben dem ca. 9 Meter langen Walhai her kraulen bevor mir die Puste ausgeht. Der Rest der Gruppe hat schon lange aufgegeben und so bin ich mit dem Walhai und einem Taucher mit Videokamera, ganz alleine. Das sind diese besonderen Momente f├╝r die es mich immer wieder auf die Malediven zieht und die ich immer in Erinnerung behalten werde.┬á┬á

Kuda Rha Thila

Der Tauchplatz Kuda Rha Thila geh├Ârt zu denjenigen, an denen mit starker Str├Âmung zu rechnen ist. So auch heute. W├Ąhrend wir immer wieder versuchen uns im Str├Âmungsschatten des Riffs aufzuhalten, um nicht zu sehr au├čer Atem zu kommen, trotzen gro├če Wei├čspitzenriffhaie mit ihren stromlinienf├Ârmigen K├Ârpern m├╝helos der starken Str├Âmung. Thunfische schie├čen wie Pfeile auf ihrer Jagd nach kleineren Fischen an uns vor├╝ber. Ich entdecke einen Tintenfisch, der sich vor der Str├Âmung zu verkriechen scheint. Nebst den gr├Â├čeren Meeresbewohnern gibt es auch kleinere Artgenossen, wie einen niedlichen Short-headed Anemonenshrimp. Sogar einen Fangschreckenkrebs bekommen wir zu sehen. Am Ende des Tauchgangs werden wir von einem gigantischen Schwarm von Blaustreifen-Schnapper verabschiedet.

Rangali Madivaru

Im S├╝den des Ari-Atolls liegt der Tauchplatz Rangali Madivaru, auch bekannt als Manta Point. Klar, dass wir uns hier wieder auf die Suche nach Mantas und Walhaien begeben. Besonders erfolgreich sind wir auf diesem Tauchgang nicht. Nur kurz bekommen wir einen Manta in der Ferne zu Gesicht. 2 Mini-Adlerrochen ziehen unsere Aufmerksamkeit auf sich und Napoleonfische tauchen immer wieder vor unseren Masken auf. Das Riff ist leider ziemlich kaputt, aber im oberen Bereich wirklich toll mit Tischkorallen bewachsen.

Dhigaa Thila

Am Dhigaa Thila erlebe ich den ersten langweiligen Tauchgang auf unserer Tauchsafari. Das Riff ist abgestorben und somit ist das Unterwasserleben sehr, sehr rar. Dazu gesellen sich heute noch schlechte Sichtverh├Ąltnisse. So lernt man ganz langsam zu tauchen, um ├╝berhaupt irgendwas entdecken zu k├Ânnen ­čśë

Zum Schutz gef├Ąhrdeter Arten wie Korallen, Schildkr├Âten oder anderen Meeresbewohnern, gibt es zum Gl├╝ck schon seit Jahren diverse Initiativen, wie zum Beispiel diese vom┬áFour Seasons Maldives.

Penatone

Penatone ist ebenfalls ein guter Tauchplatz um Mantas anzutreffen. So machen wir uns erneut auf die Suche nach diesen majest├Ątischen Gesch├Âpfen. Beim Abtauchen bemerken wir bereits, dass die Str├Âmung aus der falschen Richtung kommt. Sie “bl├Ąst” uns direkt ins Gesicht. 15 Minuten k├Ąmpfen wir gegen die Str├Âmung an, bevor wir aufgeben und uns lieber mit der Str├Âmung treiben lassen. Das ist gleich viel entspannter. W├Ąhrend wir so dahin treiben, l├Ąuft vor uns ein unglaublicher Hai-Kino-Film ab. Am Riffdach teilt sich die Str├Âmung und wir sp├╝ren die Kraft der Natur. Dieser Tauchgang ist wahrlich nichts f├╝r Anf├Ąnger, von denen wir jedoch so einige an Board haben.

Moofushi Kandu

Wie k├Ânnte es auch anders sein, auch am Tauchplatz Moofushi Kandu hoffen wir die majest├Ątischen Mantas anzutreffen. Es handelt sich um eine weitere bekannte Manta-Putzerstation. Hier warten viele kleine Putzerfische auf die Mantas. Die Putzerfisch bei├čen alle Parasiten ab, die sich auf der Haut der Mantas angesiedelt haben. Statt auf Mantas treffen wir erneut auf mehrere Haie. Ungl├Ąubig entdecken wir am Ende des Tauchgangs einen Leopardenhai, der zu schlafen scheint.

So schnell wollen wir nicht aufgeben. Daher wagen wir noch einen 2. Tauchgang am selben Ort. Diesmal haben wir mehr Gl├╝ck. Zwei Mantas kommen in die “Waschanlage”, um sich von ihren l├Ąstigen Parasiten befreien zu lassen. Aus bester Sichtweite beobachten wir die Mantas w├Ąhrend des gesamten Tauchgangs wie sie sich in aller Ruhe putzen lassen. F├╝r mich ist das ein echtes Highlight. Stundenlang k├Ânnte ich diese sch├Ânen Tiere beobachten!

Feshdoo Lagoon

Heute steht unser letzter Abendtauchgang auf dem Programm. Mit dem Licht von mehreren Scheinwerfern lockt die Crew Plankton an. Hierzu werden 10 Lampen in Reih und Glied in den Boden gesteckt. Die Lampenreihe erweckt den Eindruck einer Landebahn am Flughafen. Wir platzieren uns in einer Tiefe von 15 m direkt neben der “Landebahn”. Kurz darauf sind bereits 4 Mantas im Anflug und schweben mit weit aufgespannten M├Ąulern ├╝ber die Runway, um das vom Licht angelockte Plankton zu futtern. 

Was f├╝r ein faszinierendes Erlebnis! Unser Luftvorrat neigt sich leider dem Ende zu. Wir sammeln die Lampen ein und tauchen langsam auf. Als ob sich die Mantas bei uns bedanken wollen, verabschieden sie sich mit einer spektakul├Ąren Looping-Show von uns.

Fish Head

So wie unsere Tauchsafari begann, endet sie auch. Mit dem Fish Head erwartet uns f├╝r den letzten Tauchgang auf unserer Safari eine Ber├╝hmtheit unter den maledivischen Tauchpl├Ątzen. Das Riffdach liegt im Bereich von 10-12m, von hier f├Ąllt es steil bis auf 40 Meter ab. Die Hauptattraktion ist am Fish Head der immense Fischreichtum. Es wimmelt von Fischschulen, wodurch auch J├Ąger wie Grauhaie, Wei├čspitzen Riffhaie oder Makrelen angelockt werden. Wir begegnen mehreren Schildkr├Âten und einem Tintenfisch.

┬áWelch ein toller Abschied von einem der sch├Ânsten Unterwasserparadiese auf unserem blauen Planeten.

Der Himmel weint zum Abschied

Unser Schiff nimmt Kurs auf die Hauptinsel Male. Bei der ├ťberfahrt gibt es str├Âmenden Regen. Im November/Dezember findet der Monsunwechsel statt, somit ist mit gelegentlichem Regen zu rechnen. Ich habe in der Vergangenheit auch schon St├╝rme, Gewitter und starken Wellengang in diesen Monaten erlebt. Dennoch schafft es die Crew der Carpe Diem immer wieder, dass alle geplanten Tauchg├Ąnge stattfinden k├Ânnen.┬á

Die letzte Nacht ankern wir in der N├Ąhe von Male. Auf Male wird unglaublich viel gebaut, um dem steigenden Bed├╝rfnis nach Platz gerecht zu werden. Mehr und mehr Sand wird aufgesch├╝ttet, um die Wohnfl├Ąche zu vergr├Â├čern. Da in Male bereits jeder Zentimeter verbaut ist, wird nun die Flughafeninsel erweitert. Hier entstehen weitere Hochh├Ąuser.

Male kann nicht punkten

Am Nachmittag haben wir die M├Âglichkeit die Stadt zu erkunden. Wir fahren mit dem Dhoni in die Stadt, wo uns ein Guide f├╝r eine Stadtf├╝hrung erwartet. Zwei Stunden lang schlendern wir durch die Stadt und lassen uns alle Highlights zeigen. Male ist leider mittlerweile sehr laut geworden, die Luft zum atmen ist nicht gerade frisch und mit Sauberkeit kann die maledivische Hauptstadt auch nicht punkten. Zudem hat gerade noch ein Kreuzfahrtschiff angelegt, so dass die Stadt von Touristen ├╝berschwemmt wird.┬áIch bin froh als wir wieder zur├╝ck aufs Boot zu k├Ânnen.┬á

Mein Fazit

Wenn du eine Tauchsafari suchst auf der quasi jeder Tauchgang ein echtes Highlight ist, dann bist du auf den Malediven genau richtig. Ein gro├čer Vorteil gegen├╝ber dem Roten Meer ist, dass an den jeweiligen Tauchpl├Ątzen maximal ein weiteres Tauchschiff liegt. Selbst wenn du nicht gerade auf Tauchstation bist, kannst du die Aussicht auf die atemberaubenden Inselchen in den t├╝rkis-blau schimmernden Atollen bestaunen.
Ich kann es kaum erwarten, bis meine Kinder gen├╝gend Taucherfahrung haben, um die faszinierenden Taucherlebnisse auf den Malediven mit ihnen teilen zu k├Ânnen.

Wenn dich die Malediven ebenso begeistern wie Silvie, k├Ânnte dich auch mein Blogbeitrag ├╝ber das wunderbare┬áFour Seasons Resort auf Kuda Hura Anzeige ┬áauf┬áLandaa Giraavaru┬áAnzeige┬áoder das Tauchschiff Four Seasons Explorer interessieren.

Beste Reisezeit f├╝r Taucher

Die Malediven liegen im feuchttropischen Klimagürtel. Das gesamte Jahr liegen die Tagestemperaturen um 30°C und die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch. Auch nachts sinken die Temperaturen selten unter die Marke von 25°C. 

Niederschl├Ąge fallen normalerweise in Form von kurzen, aber kr├Ąftigen Schauern. F├╝r uns Taucher bietet sich die Zeit des Nordost-Monsuns von Mitte Dezember bis Ende April an. Es regnet selten, das Meer ist ├╝berwiegend ruhig und die Sichtweiten unter Wasser sind sehr gut.┬áDie Wassertemperaturen liegen ganzj├Ąhrig zwischen 27┬░C und 29┬░C.

W├Ąhrend des S├╝dwest-Monsuns von Mai/Juni bis Mitte November f├Ąllt deutlich mehr Regen. Dies bringt h├Ąufig auch ein bewegtes Meer und heftigere Winde mit sich.┬á

Klimatabelle

Klimadiagramm Malediven Male

Gut zu wissen...

Flag of Maldives
Land:Malediven
Lage:Die Republik Malediven besteht aus mehreren Atollen und 1195 Inseln, welche nahe der S├╝dspitze Indiens im Indischen Ozean liegen.
Gr├Â├če:Das Land hat eine Fl├Ąche von 298 qkm.
Hauptstadt:Mal├ę
Bev├Âlkerung:ca. 410.000 Einwohner
Sprache:Die offizielle Landessprache ist Dhivehi.
Religion:Der Islam ist die alleinige Staatsreligion.
Geld:Rufiyaa oder Malediven-Rupie (MVR) wobei der Wechselkurs direkt an den US-Dollarkurs gebunden ist. F├╝r Touristen ist das ├╝bliche Zahlungsmittel der US-Dollar.
Visum:Deutsche Staatsangeh├Ârige ben├Âtigen zur Einreise auf die Malediven vorab kein Visum. Das 30 Tage g├╝ltige kostenlose Visum f├╝r die Einreise erh├Ąlt man in der Regel bei Ankunft am Flughafen. Der Reisepass muss noch 6 Monate ├╝ber das Ausreisedatum hinaus g├╝ltig sein. Aktuelle Einreise-, Sicherheits- und Gesundheitsinformationen sind beim Auswertigen Amt erh├Ąltlich: http://www.auswaertiges-amt.de
Zeit:MEZ + 4 Std. (Sommerzeit MEZ + 5 Std.)
Medizinische Hinweise:Es sind keine spezifischen Impfungen vorgeschrieben (ohne Gew├Ąhr). Bitte aktuelle Informationen vor der Reise einholen.
Elektrische Spannung:220 V; Die Stecker sind 3-polig und erfordern somit einen Adapter, welcher von den Four Seasons Resorts gestellt wird.
Informationen im Web:

Carpe-Diem Flotte

Telefon: +960 / 330 08 83

Email: info@carpediemmaldives.com

Homepage: https://www.carpediemmaldives.com

Hinweis:
Alle Bilder stammen von Silvie oder wurden vom Ducks Divning zur Verf├╝gung gestellt. Herzlichen Dank f├╝r die Anreicherung des Berichtes um die Fotos.

Fotogalerie

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