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Honduras – Kalkproduktion in Handarbeit

Manchmal muss man die Gelegenheit am Schopfe packen. Als uns auf dem Weg zu den Maya-Ruinen von Copan eine riesige schwarze Rauchwolke auffällt, fragen wir uns, was das wohl ist. Eli, unser Reiseführer von Mesoamerica Tours ist sehr bemüht und ergreift gleich die Gelegenheit uns den Prozess der Kalkherstellung von Hand Schritt für Schritt zu zeigen.

Wie wird aus Sandstein Kalk hergestellt?

9 x 24 Stunden im Brennofen

Die Gegend, durch die wir fahren ist reich an Kalksandstein (Limestone). Es ist kaum vorstellbar, dass aus dem harten Steinbrocken später pudriger Kalk entsteht.

Honduras, Copan - Kalkproduktion - Sandstein

Die Sandsteinbrocken werden in den Schlund eines riesigen Brennofens gekippt. Der Ofen hat oben einen Durchmesser von 2 bis 3 Metern und wird von unten kontinuierlich beheizt. Die Sandsteine werden 9 Tage lang ununterbrochen gebrannt.

Honduras, Copan - Kalkproduktion - Öffnung des Brennofens für Sandstein

Als Brennmaterial dient alles, was brennt, vor allem Stoffe und Altplastik (s. Titelbild). Na gut, nicht ganz alles. Eli erzählt uns, dass früher vorwiegend alte Autoreifen verbrannt wurden. Das wurde allerdings von der Regierung aus umwelttechnischen Gründen verboten. 🫣 Ob Plastik die bessere Wahl ist? Es ist sicherlich eine Umweltsünde, jedoch ist die Kalkherstellung auch der Lebensunterhalt der Bevölkerung in dieser Region. 

Honduras, Copan - Kalkproduktion - Brennofen und Brennmaterial
Honduras, Copan - Kalkproduktion - Feuer im Brennofen

Wasser erzeugt eine chemische Reaktion

Nach neun Tagen im Brennofen sehen die Steine weißlich aus, sind aber immer noch steinhart. In diesem Zustand wird Wasser auf den gebrannten Kalksandstein gegeben. Hierdurch wird eine chemische Reaktion ausgelöst. Es entsteht eine enorme Hitze und der Stein beginnt zu qualmen. Plötzlich bilden sich erste Risse, und der Sandstein beginnt nach und nach zu zerfallen

Honduras, Copan - Kalkproduktion - Hitze durch chemische Reaktion
Honduras, Copan - Kalkproduktion - Zu Kalk zerfallener Sandstein

Letztlich bleibt nur noch ein schneeweißes Pulver, eben der fertige Kalk, übrig.

Honduras, Copan - Kalkproduktion - Fertiger Kalk als Pulver
Honduras, Copan - Kalkproduktion - Fertiger pudriger Kalk

Zu guter Letzt wird der fertige Kalk für den Versand in Säcken verpackt. Vielfach wird der Kalk für den Anstrich als weiße Farbe verwendet. Teils sorgt etwas Kalk beim Kochen auch dafür, dass Mais bekömmlicher wird. Wir haben bei unserem spontanen Zwischenstopp viel gelernt!

Honduras, Copan - Kalkproduktion - Verpackung des fertigen Kalks
Honduras - Cayos Cochinos / Schweineinseln - Cayos Lago Eco Cabin - Luftaufnahme

Honduras Roadtrip

Erlebnisse auf unserer Familienreise

Honduras, Copan - Macaw Mountain Vogelpark - Scharlach Ara / Scarlet Macaw

Ara Vogelpark

Auffang- und Zuchtstation für Scharlacharas

Fazit

Fragen kostet nichts! Wir erleben die Menschen in Honduras als sehr freundlich und offen. Die Kalkproduktion gehört überhaupt nicht in unser Programm. Umso spannender ist es einfach in den Arbeitsalltag der Einheimischen einzutauchen und dabei noch zu lernen wie Kalk von Hand produziert wird.

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Beste Reisezeit - Copán, Honduras

In der Zeit von Februar bis April sind die Temperaturen angenehm (17º bis 30º) und es regnet kaum, weshalb sich dieser Zeitraum besonders gut für einen Besuch dieser Gegend eignet. Grundsätzlich ist die Gegend von Copán jedoch ganzjährig zu bereisen, denn auch in der Regenzeit ist eher mit heftigen Schauern als mit Dauerregen zu rechnen.

Aktuelles Wetter in Copán Ruinas, Honduras


Gut zu wissen

Flagge von Honduras
Land/Ort:Republik Honduras
Lage::Honduras liegt in Zentralamerika an der breitesten Stelle der Landbrücke zwischen Süd- und Nordamerika. Das Land grenzt im Süden an Nicaragua, im Nordwesten an Guatemala und im Südwesten an El Salvador. Im Süden des Landes liegt ein relativ kleiner Küstenabschnitt am Pazifik. Die karibische Atlantikküste im Norden des Landes ist um ein Vielfaches länger.
Größe:Honduras hat eine Fläche von 112.090 km²
Hauptstadt:Tegucigalpa
Bevölkerung:ca. 10,6 Mio. Einwohner (2023) von den ca. 1 Mio. in der Hauptstadt leben
Sprache:Spanisch
Religion:ca. 88% christlich, überwiegend katholisch (47%)
Geld:Lempira (HNL) (Stand 2025: 1 EUR = 30 HNL) - hohe Inflation
- als "Zweitwährung" fungiert der US-Dollar (USD) vor allem in touristischen Gebieten. Kleinere Zahlungen sind jedoch häufig nur in Landeswährung möglich.
Visum:Bis 90 Tage kein Visum erforderlich. Die Einreise ist für Deutsche und Schweizer mit einem noch 6 Monate gültigen Reisepass möglich.
Zeit:MEZ -7 Std. / Sommerzeit -8 Std.
Medizinische Hinweise:Suche in jedem Fall frühzeitig vor deiner Reise einen Tropenarzt auf und prüfe deinen aktuellen Impfschutz. Aktuell wurden uns folgende Empfehlungen (ohne Gewähr) gegeben:

Für alle Reisenden:
• Tetanus
• Diphtherie
• Hepatitis A


Für Langzeitaufenthalte oder Reisende die besonderen Risiken ausgesetzt sind:
• Hepatitis B bei engen sozialen Kontakten
• Typhus bei mangelhaften hygienischen Verhältnissen
• Tollwut für Trekkingreisen und bei Langzeitaufenthalten in ländlichen Gebieten
• Dengue-Fieber
Elektrische Spannung:110 V - US-Flachstecker
Adapter für Deutsche und Schweizer Stecker erforderlich

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