Mit dem Moped-Zug durch den Dschungel, dann lautlos übers Wasser:
Im Refugio Cuero y Salado beginnt das Abenteuer bereits vor dem ersten Tierkontakt. Zwischen Mangroven, Fledermäusen und Krokodilen wartet die wilde Seite von Honduras.
Artenreichtum in den Mangroven des Cuero y Salado NP
Infos:
- Cuero y Salado Nationalpark
- Google Maps
- Öffnungszeiten: 7.00 - 18.00 Uhr
- Eintritt: 9 US$
- 2 Std. Bootstour: 35 US$
Abenteuerliche Anreise mit dem 1. Klasse Schnellzug
Das Abenteuer beginnt bereits bei der Anfahrt zum Cuero Y Salado Nationalpark. Einige Kilometer vor dem eigentlichen Park in dem die Bootsfahrt durch die Mangroven startet, beginnen Schmalspurgleise, die in den Nationalpark hinein führen. Hier fuhr ursprünglich eine kleine Lokomotive mit Wagon, welche die Gäste in den Park transportierte. Spätestens mit der Corona-Epidemie ist die Bahnfahrt endgültig zerfallen. Kein Problem! Die Einheimisch sind da ganz pragmatisch und stellen uns einen gepolsterten 1. Klasse Schnellzug zur Verfügung, welcher uns auf abenteuerliche Weise zum Bootsanleger transportiert.
Es kommt auch durchaus mal vor, dass der Hightech-Zug mal entgleist. Das ist nicht weiter schlimm. Der Zug wird wieder auf Spur gebracht und dann angeschoben, um wieder auf Speed zu kommen.
Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass auf der eingleisigen Bahnstrecke ein entgegenkommender Personenzug auftaucht. Ebenfalls kein Problem! Die Züge werden „evakuiert“ und die Fahrt wird einfach auf dem jeweils anderen Gefährt fortgesetzt. Es läuft... vielleicht kein schlechter Anschauungsunterricht für die Deutsche Bahn ?
Bootstour in die Mangroven
Frühes Aufstehen lohnt sich
Als wir im Wildtierrefugium ankommen wechseln wir von den Schienen auf’s Wasser. Unser Guide spricht leider nur Spanisch, doch er ist sehr bemüht und zeigt uns in einem Buch, all die Tiere die wir auf der Tour entdecken. Wie bereits erwähnt, beheimatet der Nationalpark in seinen Lagunen, Kanälen und Mangrovenwäldern eine Vielzahl von Lebewesen. Diese sind mehrheitlich in den etwas kühleren Morgenstunden aktiv, weshalb es empfehlenswert ist, die erste „Bahnfahrt“ um 7 Uhr morgens zu wählen. Wir sind leider erst gegen 10.30 Uhr auf dem Wasser, weshalb wir die Hitze ziemlich zu spüren bekommen und wohl auch weniger Tiere sehen, als wir erwartet haben.
Tipp:
Die Sonne brennt erbamungslos vom Himmel!
Du solltest unbedingt an Sonnencreme, eine Flasche Wasser und einen Hut denken, da die Bootstour insb. an sonnigen Tagen, die Gefahr eines Sonnenstichs birgt.
Ein paar abhängende Fledermäuse und sonst nichts?
Nach kurzer Fahrt zeigt uns unser Guide ein im Mangroven-Dickicht verstecktes Informationsschild. Erst beim zweiten Hinschauen erkenne ich, dass dort diverse Fledermäuse ein Plätzchen zum relaxten „Abhängen“ gefunden haben.
Zurück auf der Lagune und unter freiem blauen Himmel, wird es von Minute zu Minute wärmer. Hinzu kommt, dass offensichtlich auch die Tierwelt sich lieber im kühleren Schatten des Regenwaldes aufhält und wir somit nur ein paar fliegende Vögel in der Ferne beobachten. Hm, das hatten wir uns etwas lebendiger vorgestellt.
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Im Mangroven-Zauberwald
Zum Glück geben wir nicht gleich auf. Leise macht unser Guide uns auf einen Grünreiher aufmerksam, der reglos auf einem Ast im dichten Grün der Mangroven sitzt. In den Kanälen bietet das Blätterdach der Mangroven zudem Schutz vor der Sonne, so dass deutlich angenehmer als unter freiem Himmel ist. Die verschlungenen Äste der Mangroven spiegeln sich in der ruhigen Wasseroberfläche und lassen die Umgebung wie einen Mangroven-Zauberwald wirken.
Interessante Wasservögel, Schildkröten und ein faules Baby-Krokodil
Nach und nach entdecken wir doch noch so einige interessante Wasservögel und Reptilien. Ein Kuhreiher schwebt mit seinen breiten Schwingen elegant durch die Lüfte und ein gut getarnter Eisvogel lauert entspannt auf vorbeischwimmende Beute.
Fotografen-Tipp:
Ganz sicher zu recht, hat der Amerika-Schlangenhalsvogel seinen Namen erhalten. Wie eine Schlange kann er seinen Hals winden und den Kopf in alle Richtungen drehen. Auf dem hellgrünen Pflanzenteppich am Uferrand stolzieren hübsche Gelbstirn-Blatthühnchen auf und ab.
Die „versprochenen“ Brüllaffen brüllen tatsächlich, doch leider haben wir nicht das Glück sie zu Gesicht zu bekommen. Ein wirklich seltenes Glück ist es die sehr scheuen im Cuero y Salado Naturreservat beheimateten Manatees (Seekühe) zu beobachten.
Fazit
Allein die lustige „Bahnfahrt“ zum Cuero y Salado Nationalpark ist es wert einen Ausflug dorthin zu machen. Obwohl wir anscheinend eher wenig Wildlife beobachten konnten, bietet die Bootstour auf der Lagune und in den Kanälen der Mangroven wundervolle Natur. Krokodile, Schildkröten, diverse Wasservögel und Fledermäuse erlebt man sicher nicht jeden Tag aus nächster Nähe in freier Natur. Wenn du dich etwas glücklicher schätzt, bestehen auch gute Chancen Brüllaffen zu sehen, die wir leider nur gehört haben. Zur rechten Zeit und mit viel Glück kannst du evtl. so gar eine der scheuen Seekühe beobachten. Für Naturliebhaber sicher ein lohnenswerter Ausflug in die Natur.
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Beste Reisezeit - La Ceiba, Honduras
In der Zeit von Februar bis April sind die Temperaturen angenehm (17 °C bis 30 °C) und es regnet kaum, weshalb sich dieser Zeitraum besonders gut für einen Besuch dieser Gegend eignet. Grundsätzlich ist die Gegend um La Ceiba jedoch ganzjährig zu bereisen, denn auch in der Regenzeit ist eher mit heftigen Schauern als mit Dauerregen zu rechnen.
Aktuelles Wetter in La Ceiba, Honduras
Gut zu wissen
| Land/Ort: | Republik Honduras |
| Lage:: | Honduras liegt in Zentralamerika an der breitesten Stelle der Landbrücke zwischen Süd- und Nordamerika. Das Land grenzt im Süden an Nicaragua, im Nordwesten an Guatemala und im Südwesten an El Salvador. Im Süden des Landes liegt ein relativ kleiner Küstenabschnitt am Pazifik. Die karibische Atlantikküste im Norden des Landes ist um ein Vielfaches länger. |
| Größe: | Honduras hat eine Fläche von 112.090 km² |
| Hauptstadt: | Tegucigalpa |
| Bevölkerung: | ca. 10,6 Mio. Einwohner (2023) von den ca. 1 Mio. in der Hauptstadt leben |
| Sprache: | Spanisch |
| Religion: | ca. 88% christlich, überwiegend katholisch (47%) |
| Geld: | Lempira (HNL) (Stand 2025: 1 EUR = 30 HNL) - hohe Inflation - als "Zweitwährung" fungiert der US-Dollar (USD) vor allem in touristischen Gebieten. Kleinere Zahlungen sind jedoch häufig nur in Landeswährung möglich. |
| Visum: | Bis 90 Tage kein Visum erforderlich. Die Einreise ist für Deutsche und Schweizer mit einem noch 6 Monate gültigen Reisepass möglich. |
| Zeit: | MEZ -7 Std. / Sommerzeit -8 Std. |
| Medizinische Hinweise: | Suche in jedem Fall frühzeitig vor deiner Reise einen Tropenarzt auf und prüfe deinen aktuellen Impfschutz. Aktuell wurden uns folgende Empfehlungen (ohne Gewähr) gegeben: Für alle Reisenden: • Tetanus • Diphtherie • Hepatitis A Für Langzeitaufenthalte oder Reisende die besonderen Risiken ausgesetzt sind: • Hepatitis B bei engen sozialen Kontakten • Typhus bei mangelhaften hygienischen Verhältnissen • Tollwut für Trekkingreisen und bei Langzeitaufenthalten in ländlichen Gebieten • Dengue-Fieber |
| Elektrische Spannung: | 110 V - US-Flachstecker Adapter für Deutsche und Schweizer Stecker erforderlich |