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Fototipp – „Fotos sichern auf Reisen“

Was soll schon schief gehen? Fotos sichern, warum? So sorglos bin ich lange Zeit mit meinen wertvollen Urlaubsfotos umgegangen. Mit einer Reise nach Tromsö um Nordlichter zu sehen, habe ich mir einen lang ersehnten Traum erfüllt. Wir hatten genau einen perfekten Abend und ich habe tolle Fotos von diesem faszinierenden Lichtspiel am Himmel gemacht. Leider existieren diese Bilder jetzt nur noch in unserer Erinnerung, denn zu Hause gab es eine böse Überraschung. Die einzige Speicherkarte mit allen Fotos von diesem Abend hatte den Geist aufgegeben. Urlaubsbilder verlieren macht keinen Spaß!!!

Mein Workflow, um keine Urlaubsfotos mehr zu verlieren

100% Sicherheit gibt es nie, aber mit den folgenden 4 Schritten ist die Wahrscheinlichkeit deine schönsten Urlaubsfotos zu verlieren auf ein absolutes Minimum reduziert. Ich habe so zumindest nie wieder Fotos verloren.

1. Weniger Fotos zu schießen ist mehr

Du fragst dich, was das mit Fotos sichern zu tun hat? Ganz einfach. Ich fotografiere im RAW-Format und die Fotos sind ca. 20-30 MB gross. Da kommen dann auf längeren Reisen ganz schöne Datenmengen an Bildmaterial zusammen. Je bewusster du also deine Motive auswählst, desto weniger Fotos musst du letztlich sichern.

2. Fotos auf Laptop und externer Festplatte sichern

Zuerst sichere ich alle Fotos des Tages auf der internen Festplatte des Laptops. Damit auch wirklich nichts schief geht, mache ich direkt eine zweite Sicherungskopie der Fotos auf einer externen Festplatte. Doppelt hält besser!

3. Fotos regelmäßig aussortieren

Der erste erwähnte Punkt hat übrigens einen positiven Nebeneffekt. Das Aussortieren der Fotos geht viel schneller. Gleich wohl kommt es auch bei mir vor, dass ich am Abend eines Urlaubstages feststelle viel zu viele Fotos gemacht zu haben. Um so wichtiger ist es, die besten Urlaubsbilder gleich auszuwählen bzw. die ungewollten direkt zu entfernen. In der Regel gelingt mir das auch jeden Abend, da ich weiss, dass es mit jedem Tag mehr mühsamer wird.

Zum Aussortieren verwende ich übrigens Adobe Lightroom. Das geht super einfach und schnell. Nach dem Importieren der Fotos in Lightroom gehe ich diese Foto für Foto durch. Die Fotos, die ich aussortieren möchte, markiere ich durch Drücken der Taste ‚x‘ als abgelehnt. Das jeweilige Foto wird dann in LR mit einem schwarzen Fähnchen markiert. Über den Menüpunkt ‚Foto‘ können die Bilder entweder nur aus LR entfernt oder aber über ‚Abgelehnte Fotos löschen…‘ physisch von der Festplatte gelöscht werden. Um Datenmüll zu vermeiden und Speicherplatz zu sparen, lösche ich die Fotos immer komplett. Beim Aussortieren gehe ich übrigens ziemlich rigoros vor, d.h. in der Regel wandern 40-60% der Fotos in den Müll. Je nach dem, wie gut ich Schritt 1 umgesetzt habe 😉

Lighroom - Fotos aussortieren

Nach dem Löschvorgang kopiere ich den Ordner mit den übergebliebenen Fotos wieder auf die externe Festplatte und lösche den Ordner der noch alle Fotos enthält, um auch auf der externen Platte nur die besten Bilder aufzubewahren.

4. Die absoluten Top-Fotos online sichern

Die besten Sicherungskopien helfen nicht, wenn das Equipment kaputt geht, geklaut wird oder sonst etwas Unvorhersehbares passiert. Daher versuche ich, wann immer es die lokale Internetverbindung zulässt, die absoluten Top-Shots zusätzlich online zu sichern. Mittlerweile gibt es diverse Anbieter, die Onlinespeicherplatz zur Verfügung stellen, wie z.B.:

Wenn du – so wie ich – deinen eigenen Netzwerkspeicher (NAS) zu Hause hast, kannst du dieses natürlich auch für den Remotezugriff konfigurieren und deine Fotos so von überall auf der Welt direkt bei dir daheim sichern.

Eine weitere Option ist es den eigenen Webspace zu nutzen, der von meinem Hosting-Anbieter für meine Webseiten zur Verfügung gestellt wird.

Mein Equipment zum Sichern von Fotos auf Reisen

Nebst dem Workflow, um Fotos zu sichern, ist auch das richtige Equipment ein Faktor, der nicht zu unterschätzen ist. Gerade der Schutz der empfindlichen Speicherkarten oder auch die Wahl der richtigen Festplatte für Reisen kann entscheidend sein.

Kamera mit 2 Speicherkarten

Heutige professionelle Kamerabodies bieten häufig zwei Kartenslots. Ich verwende die Canon 5D MK III sowie die Canon 5D MK IV. Beide haben je einen SD- und einen CF-Kartenslot. Falls sich mal eine Speicherkarte ins Jenseits verabschiedet, gibt es immer noch ein Backup auf der zweiten Karte. Das ist für die Reisefotografie sicher kein Muss, aber bei Hochzeitsreportagen, die ich auch mache, beruhigen zwei Speicherkarten in der Kamera ungemein. Und unterwegs schadet es ganz sicher auch nicht.

Fotos sichern mit Hilfe von Kameras mit zwei Speicherkarten

Robuste externe Festplatte zum Reisen

Externe Festplatten gibt es wie Sand am Meer. Die wenigsten sind jedoch zum Reisen geeignet. Hier solltest du auf ein Modell zurückgreifen, das robust ist und nicht bei der ersten Erschütterung das Zeitliche segnet. Insbesondere auf Tauchreisen – vor allem auf einem Safariboot – ist auch ein gewisser Spritzwasserschutz von Vorteil.

Auf jeden Fall solltest du zu einer SSD Festplatte greifen. Diese sind zwar deutlich teurer als herkömmliche Festplatten, dafür aber auch um ein Vielfaches weniger empfindlich. Mich begleitet seit Jahren eine Lacie Rugged SSD mit 2TB auf Reisen. Die Festplatte überlebt auch mal einen Sturz aus 1-2 Metern Höhe und ist zudem pfeilschnell.

Fotos sichern auf externer SSD Festplatte - Lacie Rugged

Als meine Garantie 6 Monate abgelaufen war, ist leider der USB Anschluss kaputt gegangen. Es war wohl keine so gute Idee, den Verbindungsstecker beim Transport nicht konsequent abzuziehen. Ich habe trotz abgelaufener Garantiezeit beim Hersteller angeklopft und dieser hat super kulant reagiert und die Festplatte umgehend durch eine neue ersetzt.

Kein Laptop dabei? Kein Problem...

Die Lacie Rugged BOSS SSD verfügt über einen SD-Kartensteckplatz, so kannst du die Fotos auf deine SD-Karte ganz ohne Laptop sichern. Falls du Compact Flash (CF) Speicherkarten verwendest, benötigst du einen Kartenleser mit USB-Anschluss. Zudem ist es möglich dein Android- oder iPhone-Gerät über die LaCie-BOSS-App mit der Festplatte zu verbinden, um Fotos anzusehen, zu benennen oder zu löschen.
Ein tolles Add on ist, dass du mit der Lacie Rugged BOSS auch dein Handy aufladen kannst, wenn der Akku schwächelt. 

Hochwertige mittelgrosse Speicherkarten

Speicherkarten, vor allem SD Karten sind relativ empfindlich, daher verwende ich hier ausschliesslich hochwertige Karten mit möglichst hoher Datenübertragungsgeschwindigkeit. Zudem benutze ich ausschliesslich Speicherkarten mit einer Größe von max. 32 GB. Warum nicht gerade 256 GB? Ganz einfach, um das Risiko von Datenverlusten zu minimieren. Sollte wirklich mal eine Karte aussteigen, tut das bei 256 GB deutlich mehr weh, als bei 32 GB.

Meine Favoriten sind die SanDisk Extrem Pro 300 MB/s bzw. die SanDisk Extrem Pro Compact Flash 160 MB/s.

Hochwertigen Speicherkarten von SanDisk

Speicherkarten sicher und wasserdicht verstauen

Speicherkarten solltest du nie einfach so in deine Tasche werfen. Um die empfindlichen Karten gut zu verstauen, bieten sich SD- bzw. CF-Karten-Etuis an. Diese sind robust, staub- sowie wasserdicht und bieten so einen sehr guten Schutz der Karten. Gerade auf Tauchreisen auf einem Safariboot, kann eine wasserdichte Hülle von Vorteil sein.

Wie schützt du dich vor dem Verlust von Fotos?

Ich habe aus dem bitteren Verlust meiner Nordlichtfotos gelernt… Hast du auch schon einmal wichtige Fotos verloren? Welches Equipment verwendest du, um deine Fotos auf Reisen zu sichern? Ich freue mich über Tipps von dir, wie du deine Fotos unterwegs sicherst.

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