Reisen – Tansania – „Begegnung mit den Big Five“

Reisen – Tansania – „Begegnung mit den Big Five“

Auf einer Safari Auge in Auge mit den Big Five des Tierreichs. Nach der atemberaubenden Besteigung des Kilimanjaros ist es mein nächstes Großes Ziel die großen 5 in freier Natur zu erleben. Zu den Big Five zählen die Elefanten, Nashörner, Wasserbüffel, Leoparten und natürliche die Könige der Tierwelt, die Löwen.

Die Wildnis Tansanias

Tarangire Nationalpark

Der nächste Abschnitt meiner Reise widmet sich der Wildnis in den Nationalparks Tansanias. In einem Landrover führt die Reise mit Guide Alfons, Koch Costa und Clare von Arusha in den Tarangire NP. Er ist 2850 km² groß und liegt in der Nähe des Manyara-Sees auf 1000 bis 1500 m Höhe über dem Meeresspiegel. Am Eingangstor werden die Besucher von einem uralten riesiger Baobab Tree begrüßt. Die Vielzahl der Tiere ist überwältigend. Elefanten, Zebras, Giraffen, Gnus, Antilopen und eine Menge anderer Wildtiere erstmals aus nächster Nähe in freier Wildbahn zu erleben ist schon etwas besonders. Spezielle Aufmerksamkeit zieht der kleine Superb Sterling auf sich, welcher seinen Namen aufgrund seines in der Sonne glänzenden Gefieders zu Recht trägt.

Am späten Nachmittag geht es Richtung Natalia Camp, dem ersten Zelt Camp. Es liegt zwar ‚in the middle of nowhere’, stellt aber eine sehr positive Überraschung dar. Die sogenannten Zelte sind hervorragend ausgestattete große Hütten mit bequemen Betten und einem ‚Freiluftbadezimmer’ mit WC und Dusche. Zu Abend servieren die Massais im Schein einiger Windlichter für die insgesamt vier Gäste ein ausgezeichnetes Dinner in der Haupthütte. Während die Geräusche der Wildnis sanft die Nachtruhe einleiten, stellt das Erwachen am Morgen ein besonderes Highlight dar. Die Hüttenfront besteht lediglich aus einem Moskitonetz, so dass der Sonnenaufgang beim Öffnen der Augen für einen unvergesslichen Augenblick und einen hervorragenden Start in den Tag sorgt.

Auf der Pirsch nach den Big Five im Serengeti Nationalpark

Gestärkt vom Frühstück steht eine fünfstündige Fahrt, vorbei am Lake Manyara über den Ngorongoro Crater zur Serengeti.

Serengeti, bedeutet „Endlose Ebene“ und schnell wird klar warum die Massais diesen Namen gewählt haben. Unzählige Schlaglöcher lassen das Gefühl eines James Bond Martinis – geschüttelt – aufkommen, der feine Staub dringt durch jede Ritze in den Landrover und die Fahrt über die Pisten scheint endlos zu sein.

Auf den Pirschfahrten sind immer wieder Antilopen, Elefanten und Büffelherden sowie Gruppen von Gibbons zu bewundern. Ein besonderes Schauspiel inszeniert eine Löwin, die ihr frisch gerissenes Zebra vor den auf allen Bäumen lauernden Marabus und Geiern bewacht. Ansonsten lassen sich Löwen, Geparden und Leoparden nur aus der Ferne blicken. Aufregend wird es jedoch im Zeltcamp. Die Camps sind mitten in der Serengeti und weder eingezäunt noch bewacht. Zu Mittag macht sich ein ausgewachsener Elefantenbulle langsam auf den Weg in das Camp und gönnt sich einige Rüssel aus dem Wassertank. Da das viel zu anstrengend ist wird einfach kurzer Hand die Leitung zum Tank gekappt und direkt mit dem Rüssel angezapft. Nun beginnt ein zähes Hin und Her zwischen den Guides, die in ihren Jeeps versuchen den Eindringling zu verscheuchen und dem grauen Riesen, der die Wasserquelle nicht einfach aufgeben will. Letztendlich siegen die motorisierten Guides.

Auf der letzten Pirschfahrt begleiten drei Löwinnen den Jeep. Direkt neben dem Jeep streifen sie unbeeindruckt und stolz als Könige der Serengeti durch die Steppe. Zuletzt tauchen noch einige Buschtelefone, wie Guide Alfons die Wildschweine aufgrund ihres Ringelschwänzchens nennt.

Im Kessel des Ngorongoro Krater

Der Ngorongoro Krater ist Teil des Serengeti Nationalparks. Im Gegensatz zur endlosen Serengeti ist der Krater jedoche sehr übersichtlich. Entstanden ist der Ngorongoro Krater durch den Einbruch eines Vulkans. Die Eben des Kraters liegt auf ca. 1.700 m über NN. Der Krater mit seinem Druchmesser von bis zu 21 km wird von 400 – 600 m hohen Seitenwände eingekreist. Die steilen Wände stellen eine natürliche Barriere für die Tiere im Karter dar. Genau dieser Umstand sorgt dafür, dass sich innerhalb des begrenzten Lebensraums im inneren des Kraters eine außerordentlich hohe Dichte an wilden Tieren befindet. Perfekt für eine Safari, denn stundenlanges Suchen nach Tieren in der Steppe entfällt hier. Schon kreuzt eine große Herde Gnus im Galopp die Straße. Büffel und Zebras leben friedlich nebeneinander und teilen sich das ausgetrocknete Gras im Krater. Man ist einfach mitten drin, umzingelt von Gnus, Büffeln, Gazellen und Antilopen. Dies nährt auch die Hoffnung ein Nashorn zu erspähen. Durch das Fernglas ist das Werben eines Straußenmännchens um ein Weibchen zu beobachten, bis dieses signalisiert, dass es ebenfalls zur Paarung bereit ist. Hin und wieder läuft eine Hyäne oder ein Schakal vorbei und in der Ferne sind Nashörner zu sehen. Unvergesslich wird auch die Bekanntschaft mit einem frechen Affen bleiben, der meine Banane blitzschnell aus dem Rücksitz im Auto geklaut hat. Hunderte von Gnus, welche gepaart mit einer Staubwolke über die Ebene galoppieren, Silhouetten von Elefanten im rot-orangenem Sonnenuntergang sowie die immer wachsamen und grazilen Gazellen werden unter den unvergesslichen Eindrücken sein, die man von einer Safari mitnimmt. Der Ngorongoro Krater ist ein „Must-do“ für Safari-Freunde.

Auf dem Rückweg sehen wir noch einige Flamingos an dem fast ausgetrocknetem Salzsee im Krater sowie Flusspferde, die Faul in einem kleinen ‚Süßwasserpool’ liegen.

Nach dem Kilimajaro und den Big Five, wartet die Unterwasserwelt:

In meinen weiteren Blogbeiträgen erfahrt ihr mehr über die tollen Safaris, die ich in Tansania erleben durfte und vorallem über die nahezu unbekannten Tauchgebiete um Sansibar.

Gut zu wissen

Land: Tansania<, auch Tanzania/td>
Lage: Tanzania liegt im Osten des afrikanischen Kontinents und wird im Osten durch den Indischen Ozean begrenzt.
Größe: Ost Afrikas größtes Land erstreckt sich über 943.000 qkm
Hauptstadt: Dodoma, wobei sich der Regierungssitz in Dar es Salaam befindet
Bevölkerung: 57 Mio. davon ca. 1,15 Mio. auf dem Zanzibar Archipel
Sprache: Englisch und Swahili
Religion: 45 – 50 % der Bevölkerung sind Christen und ca. 35 – 40 % folgen dem Muslimischen Glauben
Geld: Tanzania-Schilling (TZS) es kann aber fast überall mit US-Dollar und mittlerweile auch mit EUR bezahlt werden.
Visum: Für die Einreise sind ein Visum (50 EUR) und ein bei der Einreise noch 6 Monate gültiger Reisepass erforderlich. Das Visum kann bei der Tanzanianischen Botschaft in Berlin bestellt werden. Das Antragsformular und weitere Informationen sind auf der Webseite ADRESSE erhältlich.
Zeit: MEZ + 2 Stunde (keine Sommerzeit)
Medizinische Hinweise:
  • Malaria Prophylaxe wird dringend empfohlen. Tauchern wird von Lariam abgeraten und das Medikament Malarone empfohlen.
  • Gelbfieberimpfung ist Pflicht. Die Impfung wird nur von zugelassenen Ärzten und den Gesundheitsämtern vorgenommen.
  • Hepatitis A (ansteckend) wird dringend empfohlen. Hepatitis B ist zwar nicht zwingend, aber in Kombination mit Hepatitis A nur wenig teurer.
  • Für Kilimanjaro Abenteurer. Gegen die Höhenkrankheit sollte für Notfälle Diamox in der Reiseapotheke sein. Wichtig sind zudem Kopfschmerztabletten.
Wichtig: Aspirin wirkt bei Kopfschmerzen durch die Höhe nicht!
Elektrische Spannung: 220 V

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