Reisen – Santorini – „Tauchen in der Caldera“

Reisen – Santorini – „Tauchen in der Caldera“

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Auf der Glamour Insel Santorini tauchst du im Vulkankrater ab und kannst hier eine erstaunliche Vielfalt unter der Wasseroberfläche entdecken. In meinem Beitrag „Santorini – Die romantischsten Sonnenuntergänge im Mittelmeer“ erfährst du mehr über die Insel, 9 interessante Auflüge und prima Restaurants.

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Ein Vulkantkrater zum Tauchen

Bei der Bucht innerhalb der sichelförmigen Insel Santorini handelt es sich eigentlich um einen riesigen vom Meer gefluteten Vulkantkrater. Wo sonst kann man schon in einem Vulkan tauchen? Nach zwei Tagen, in denen der Wind mir heftig um die Ohren geblasen hat, gibt es grünes Licht für meine ersten Tauchgänge auf Santorini. Ich freue mich riesig endlich abtauchen zu können. Pünktlich um 9 Uhr werde ich abgeholt. Die Tauchbasis des von Paul geführten Santorini Dive Centers liegt direkt am Caldera Beach unterhalb der Klippen und der Hotelanlage Kokkinos Villas Anzeige in Akrotiri. Von hier hast du einen tollen Blick über die Caldera und auf die Vulkaninsel Nea Kameni.

Ausgestattet mit Sonnenliegen und Sonnenschirmen ist es der ideale Ort für Tauchbriefings und die Oberflächenpause zwischen den Tauchgängen. Was wirklich super ist, hier kannst du direkt nach dem Briefing ins Tauchvergnügen springen. Das Hausriff liegt direkt vor der Tür oder besser vor dem Strand.

Nacktschnecken-Paradies am Hausriff

Wir sind eine kleine Gruppe von nur 5 Tauchern. Schnell sind alle angerödelt und nach einem kurzen Briefing stapfen wir bereits durch den Sand. Direkt vor der Basis tauchen wir ab und linker Hand über eine Seegraswiese. Der Tauchplatz ist perfekt für weniger geübte Taucher. Der Meeresgrund fällt extrem seicht ab. In einer Tiefe von ca. 16 m erreichen wir das Hausriff. Nun heisst es Augen auf, denn wir sind auf der Suche nach Nacktschnecken. Es dauert nicht lang bis wir mehrere Exemplare der relativ häufig vorkommenden braun bis schwarz getupften Leoparden-Sternschnecke entdecken. Aufgrund ihrer typischen Musterung wird sie teils auch als Kuhschnecke bezeichnet. Die lila leuchtende Flabellina affinis (Violette Fadenschnecke) treffen wir ebenfalls mehrfach an. Auf einem roten Schwamm kriecht eine Rubrolineata Fadenschnecke mit violetten Streifen und violett gelb endenden Fäden im Schneckentempo entlang. Last but not least, balanciert eine aufgrund ihrer auffälligen Färbung unverwechselbare Wander-Fadenschnecke (siehe Titelbild) wie bei einem Seiltanzakt auf den dünnen Verästelungen eines Unterwassergewächses.

Auf einem Felsvorsprung erspähen wir ein antikes bauchiges Tongefäss, als sei es dort für durstige Taucher abgestellt worden. Ein kleiner Skorpionfisch faulenzt auf einem gelben Schwamm und beobachtet das Treiben der Taucher mit seinen großen Kulleraugen.

Neben all den kleinen farbenfrohen Nacktschnecken geht fast vergessen, dass die Felswände teils sehr bunt mit diversen Schwämmen verziert sind, die im Strahl der Tauchlampe regelgerecht zu leuchen beginnen.

Als ich gerade auftauchen will, schauen zwei Äuglein hinter einem kleinen Stein hervor. Ein niedlicher Oktopus scheint mich vorsichtig im Auge zu behalten, bevor er langsam aber sicher das Weite im Seegras sucht.

Abwechslung zwischen Felsen, Barracudas und Grasnadeln

Der zweite Tauchgang beginnt ebenfalls direkt vom Caldera Beach. Allerdings ist der Einstieg diesmal nicht unmittelbar vor der Basis, sondern bei einem ca. 150 m entfernten Steg. Mit Tauchequipment und Unterwasserkamera fühlt sich die Distanz wie 1 km an. Am Steg angekommen, bin ich in meinem Neoprenanzug bereits gut aufgeheizt. Schön, dass ich mich jetzt zur Abkühlung ins Wasser gleiten lassen kann. Von hier tauchen wir mit dem Strand zur linken Schulter ab.

Der erste Hotspot des Tauchgangs ist ein schmaler Spalt, der sich zwischen riesigen Felsbrocken befindet. Mit den ausgebreiteten Blitzarmen an meinem Unterwassergehäuse, passe ich definitiv nicht durch den Schlitz. Also mache ich mich und die Kamera so schlank wie möglich und wage mich zwischen die gewaltigen Felsen. Nur wenige Flossenschläge später tut sich ein senkrecht nach oben steigender Kamin auf, der mich wieder ins weite blaue Meer frei gibt.

Das Highlight des Tauchgangs ist zweifelsohne eine Schule Barracudas, welche sich bei einer Felsformation zu Hause fühlt und häufig in ihrem Wohnzimmer anzutreffen ist.

Auf dem Rückweg tauchen wir an diversen Ankern und daran auf und ab tanzenden Ankerketten vorbei. Diese stammen von den kleinen Fischerbooten, welche in der Bucht vor Anker liegen.

Kurz darauf schweben wir über eine in den Wogen hin und her schwankende Seegraswiese in der sich Grasnadeln gut verstecken. Sie sind vom Seegras kaum zu unterscheiden. Es braucht ein äußerst geübtes Auge um sie zwischen den Grashalmen zu finden. Unser Tauchinstruktor Dimitris hat zum Glück solch ein geschultes Auge und entdeckt tatsächlichen eine der perfekt getarnten Grasnadeln. Ich wäre ziemlich sicher ahnungslos darüber hinweg getaucht.

Tauchboot

Das Tauchcenter verfügt über ein 9m langes Fiberglas-Schnellboot, mit dem Tauchplätze innerhalb der Caldera angefahren werden können. Leider haben die Windverhältnisse es unmöglich gemacht, mit dem Boot auszufahren. Wenn sich zu viele Taucher angekündigt haben, ist eine Ausfahrt ebenfalls unwahrscheinlich, da sich die wenigen Tauchlehrer vor Ort um die Tauchgäste kümmern müssen. Diesen Umstand fand ich persönlich ein wenig schade. So findet auch mein zweiter Tag vom Strand aus an den beiden bereits bekannten Tauchplätzen statt.

Mein Fazit

Bei den Santorini Divers bist du sicher gut aufgehoben. Tendenziell eignet sich die Location sehr gut für den typischen Santorini Touristen, der einige Tage auf der Insel verbringt und dies gern mit dem einen oder anderen Tauchgang verbinden möchte. Auch für Tauchanfänger sind die Strandtauchgänge optimal, da das Gelände flach abfällt und quasi keine Strömung vorhanden ist. Freunde von Nacktschnecken, wie ich es einer bin, kommen ebenfalls voll auf ihre Kosten.
Für einen dedizierten Tauchurlaub hingegen, wäre Santorini nicht mein bevorzugtes Urlaubsziel im Mittelmeer.

Beste Reisezeit für Taucher - Santorini

Santorini ist in der Nebensaison sehr stark von Touristen frequentiert. Ein relativ markanter Anteil stammt von Kreuzfahrtschiffen, welche die Insel täglich anlaufen. Weiterhin nutzen viele Urlauber Santorini als Zwischenstopp auf der Reise zu einer anderen Insel. Daher finden sich untern den Tauchern überwiegend auch 1 bis 2 „Tagestaucher“. So ist an einem Tag mega viel los, am nächsten kaum etwas. In Bezug auf die Wassertemperaturen würde ich die Monate Juli, August bis Mitte September bevorzugen. Hier kannst du mit angenehmen 24-25°C beim Tauchen rechnen. In der Nebensaison Mai/Juni sowie ab Mitte September bis Ende Oktober wird es mit Wassertemperaturen um 20-22°C deutlich kühler.

Klimatabelle

Gut zu wissen

Land: Griechenland – Insel Santorini / Thira
Lage: Santorini ist ein Archipel im Süden der Kykladen in der griechischen Ägäis. Die Hauptinsel Thira, wird landläufig als Santorini bezeichnet.
Größe: Mit 92 km² ist Thira die größte der 5 Inseln des Archipels. Auf Santorini leben ungefähr 17.500 Menschen.
Hauptstadt: Athen / Griechenland – Fira ist mit ca. 1.600 Einwohnern der Hauptort von Santorini
Sprache: Griechisch, mit Englisch kommst du gut klar
Geld: EUR, Kreditkarten werden überwiegend akzeptiert.
Visum: Für EU-Bürger und Schweizer wird kein Visum benötigt. Ein gültiger Reisepass oder Personalausweis ist ausreichend.
Tauchgenehmigung: nicht erforderlich, jedoch solltest du eine gültige gesundheitliche Tauchtauglichkeitsbescheinigung nicht vergessen
Zeit: MEZ +1 Std.
Medizinische Hinweise: Keine besonderen Empfehlungen (ohne Gewähr). Aktuelle Informationen bitte beim Arzt erfragen.
Elektrische Spannung: 220 V – Euro- und Schuko-Stecker funktionieren ohne Adapter;
Schweizer Stecker benötigen einen Adapter
Tauchbasis:

Santorini Dive Center
Basisleitung: Paul

Web: www.divecenter.gr
E-Mail: info@divecenter.gr
Telefon: +30 2286 083 190
Anschrift: Caldera Beach, Akrotiri, 84700, Santorini

Preise: 1 TG/60 EUR; 2 TG /90EUR, 6 TG/200 EUR; 10TG/300 EUR
Nitrox:  nein
Kurse: Open Water Diver 420 EUR / Advanced OWD 310 EUR

Sprache: Englisch, Griechisch, Italienisch, Spanisch

Infos im Web: www.santorini.net

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