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Allgemeine Reiseinformationen

Insel: Sardinien, in der Landessprache Sardenga
Land: Italien
Lage: Die Insel liegt im Mittelmeer, 202 km vom italienischen Festland entfernt.
Größe: Mit 24.090 qkm ist Sardinien nach Sizilien die zweitgrösste Insel im Mittelmeer. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt ca. 270 km, die Ost-West-Ausdehnung ca. 145 km.
Hauptstadt: Cagliari ist die Hauptstadt der autonomen Region Sardinien
Bevölkerung: ca. 1,65 Millionen Einwohner
Sprache: Italienisch
Religion: Wie ganz Italien ist auch Sardinien katholisch geprägt.
Geld: Euro
Visum: Die Einreise nach Italien ist mit einem gültigen Reisepass oder Personalausweis möglich.
Tauchgenehmigung: Nicht erforderlich
Zeit: mitteleuropäische Zeit (MEZ)
Medizinische Hinweise: Es sind keine spezifischen Impfungen vorgeschrieben (ohne Gewähr). Aktuelle Informationen vor der Reise einholen.
Elektrische Spannung:     220 V, Eurostecker funktionieren. Für deutsche Schuko-Stecker oder schweizer Stecker ist ein Adapter erforderlich.
Information im Web:         www.sardinien.de

 

 „Tauchen auf Sardinien“

Meine Reise nach Sardinien war eigentlich als Familienurlaub gedacht und somit waren Tauchen oder gar journalistische Nachforschungen nicht im Fokus der Reise. Natürlich habe ich es nicht ganz ohne Stickstoffkonsum geschafft 🙂

Daher möchte euch hier kurz und knapp ein paar Eindrücke von Sardinien mitgeben und von meinen Tauchtagen berichten.

Anreise

Die internationalen Flughäfen in Cagliari und Olbia werden von diversen Fluggesellschaften aus der Schweiz und aus Deutschland angeflogen. Mitunter sind sogar sehr günstige Billigflugangebote vorhanden. Wer auf Sardinien flexibel unterwegs sein möchte, mietet sich ein Auto oder nimmt einfach das eigene mit. Sardinien ist von verschiedenen Fährhäfen in Italien zu erreichen. Wir sind von Genua bequem mit der Nachtfähre angereist. Um ca. 21 Uhr legt die Fähre in Genua ab und man kommt ausgeschlafen morgens gegen 8 Uhr in Olbia auf Sardinien an.

Italien, Sardinien - Fähre

Costa Rei

Die Costa Rei überzeugt mit riesigen Bucht gesäumt von weissem Sand und glasklarem Wasser.

Italien, Sardinien - Costa Rei, Strand

Die Wasserqualität ist einfach unglaublich und kann locker mit der Karibik oder sonstigen grossartigen Tauchdestinationen mithalten. Natürlich beträgt die Wassertemperatur nicht 30°C, sondern im Juni eher frische 18-20°C, aber die Sichtweiten sind mit 20-30 m perfekt.

Italien, Sardinien - Costa Rei, kleine Badebucht

Einquartiert haben wir uns in einem Appartement direkt im kleinen beschaulichen Touristenörtchen Costa Rei. Die Piazza Italia Costa Rei ist eine kleine Anlage mit tollen geräumigen Appartements. Die Lage ist einfach perfekt. Es sind nur 300 m zum nächsten Supermarkt, 500 m zum Strand und die beste Gelateria und Yogurteria, war direkt unter unserem Appartement. Auf dem Weg in die Wohnung hat uns somit fast jedes mal ein Frozen Yogurt oder ein leckeres Eis begleitet. Zudem ist Maurizio, der die Anlage verwaltet, extrem bemüht alle Wünsche zu erfüllen. Einzig und allein der angebotenen Wifi-Internetzugang ist extrem instabil, was allerdings nicht am WLAN der Anlage, sondern am schlechten Netz vor Ort liegt. Also besser nicht mit durchgängigem Internetzugang rechnen.

Italien, Sardinien - Costa Rei, Piazza Italia

Vor Ort gibt es zwei Tauchcenter. Das Centro Imersioni Sardenga (CIS) und AllDive – www.reidiving.com.

Italien, Sardinien - Logo ALLDIVE, Costa Rei

Zum Video vom Tauchgang im Naturschutzgebiet Isola Serpentara

CIS ist grösser, kommt sehr professionell daher und bietet deutschsprachigen Service, dennoch haben wir uns für AllDive entschieden. Dies hat verschiedene Gründe. Die Basis ist kleiner und die Tauchgruppen waren es auch, was mir persönlich insbesondere beim Fotografieren entgegenkommt. Zudem waren alle in der Basis sehr relaxed und freundlich. Also kein Tauchstress, sondern ganz entspanntes Tauchen. Dies gilt vor allem für Roberto, dem Inhaber der Basis. Er ist auch als Kapitän auf dem bequemen und schnellen Hartboden Schlauchboot bei den Tauchgängen mit von der Partie. Er ist die Ruhe selbst. Als bei einem Tauchgang der O-Ring meiner ersten Stufe beim Backflipp vom Boot ins Wasser irgendwie ??? aus der INT-Fassung gequetscht wurde, hat er das ganze Zeug locker wieder an Bord genommen und in seiner ruhigen Art gebastelt bis alles wieder dicht war. So bin ich doch noch zu meinem Tauchgang gekommen.

Italien, Sardinien - ALLDIVE, Inhaber Roberto

Tauchen an der Costa Rei ist nicht gerade ein Schnäppchen. Ein Tauchgang mit komplett eigenem Equipment kostet satte 50 EUR. Aber zumindest verrechnet Roberto für etwas entlegene Ausfahrten wie zur Insel Serpentara im Gegensatz zu CIS nicht einen Aufschlag von 10 EUR. Auch das war nicht zuletzt ein Grund warum wir uns für ALLDIVE entschieden haben. Ab 6 Tauchgängen gibt es zudem noch einen Rabatt.

Ich habe Tauchgänge am Capo Ferrato sowie auf Serpentara gemacht. Die Insel Serpentara liegt in einem Schutzgebiet und das merkt man auch bei den deutlich fischreicheren Tauchgängen. Prächtige Zackenbarsche, Muränen und Oktopusse sind quasi an der Tagesordnung. Die sehr gut getarnte imposante Krabbe hätten wir fast übersehen.

Italien, Sardinien - Krabbe

Golf von Orosei

Die zweite Woche haben wir etwas weiter nördlich verbracht. Auf der Fahrt durch die Berge hat uns ein Unwetter mit Blitz und Donner, Hagel und sinnflutartigem Regen überrascht. Irgendwie ein fantastisches Naturschauspiel, bei dem Strassen zu kleinen Flüssen und Treppen zu Wasserfällen wurden.

Italien, Sardinien - Treppen-Wasserfall beim Sturzregen

Der kleine charmante Küstenort Cala Liberotto liegt nur ca. 12 km nördlich von Orosei. Auch hier haben wir uns in einem Appartement niedergelassen. Die Anlage hat uns sehr gefallen. Ruhig gelegen, direkt neben zwei Supermärkten und nur 15-20 Gehminuten zum Strand. Besonders angenehm ist der erfrischende Pool im Innenhof.

Italien, Sardinien - Sos Alinos Appartments, Cala Liberotto

Abtauchen mit den Sardinia Divers lohnt sich auf alle Fälle. Inhaber Chris Karrer ist Schweizer und seit einer halben Ewigkeit auf Sardinien. Die Basis liegt ein wenig in „the middle of nowhere“, d.h. ziemlich genau bei km 231 der Hauptstrasse zwischen Orosei und Cala Liberotto. Ich bin zweimal an der Einfahrt zu den Sardinia Divers vorbei gefahren, da mir die DAN Taucherflagge nicht aufgefallen ist. Also genau hinschauen!

Italien, Sardinien - Logo Sardina Divers

Einer der bekanntesten Tauchplätze im Golf von Orosei ist das auf ca. 30m liegende Wrack der KT12. Chris hat sich bemüht den Tauchgang sehr kurzfristig für mich zu organisieren. Als wir mit Sack und Pack im Hafen vor dem Boot der Sardinia Divers standen, zogen bedrohlich schwarze Gewitterwolken über die Berge. Uns war nun nicht mehr ganz wohl bei dem Gedanken es könnte uns ein Unwetter auf dem offenen Meer überraschen. Nach kurzer Abstimmung mit den Fischern vor Ort haben wir uns dann entschieden auf den Tauchgang zu verzichten. Das war auch gut so, denn 30 Minuten später rappelte es ordentlich und die Blitze schossen nur so vom Himmel. Safety first, war hier definitiv die richtige Entscheidung – auch wenn ich nun die KT12 nicht gesehen habe.

Zwei Tage später war die Wetterlage deutlich besser und wir haben zwei flache Tauchplätze vor der Küste angesteuert.

Ein besonderes Highlight sind für mich immer wieder die kleinen Meeresbewohner und davon gibt es hier einige. Die flinken kleinen und farblich gut getarnten Schleimfische sind nur sehr schwer zu entdecken. Wer findet den kleinen Tarnkünstler auf dem Foto?

Italien, Sardinien - Zwergspitzkopf-Schleimfisch

Gleiches gilt für die verschiedenen Nacktschneckenarten. Wir hatten das Glück auf einige Fadenschnecken sowie auf die recht grossen Leopardenschnecken zu treffen. Ein frei schwimmender Oktopus hat unseren Tauchgang ebenfalls bereichert.

Italien, Sardinien - Wander-Fadenschnecke

Chris ist übrigens selbst begeisterter Unterwasserfotograf. In seiner Fotogalerie findet ihr Bilder, die euch sicherlich begeistern werden und einen grossartigen Eindruck von der Unterwasserwelt im Golf von Orosei wiedergeben.

Ausflugstipps

Zu guter Letzt noch ein zwei kleine Ausflugstipps.

Eine Bootsfahrt vom Hafen von Orosei zu den nur mit dem Boot erreichbaren Badebuchten an der Steilküste darf man keinesfalls verpassen.

Italien, Sardinien - Bade Bucht, Steilküste am Golf von Orosei

Die Grotte Blue Marino kann man auf dem Bootsausflug optional besuchen. Es handelt sich um eine 11 km lange Höhle, die man die ersten 900 m begehen kann. In der Grotte begeistern spiegelnde Wasserflächen, sowie Stalagtiten und Stalagniten, die über Millionen von Jahren entstanden sind.

Italien, Sardinien - Grotte Bue Marino

Die historische Altstadt von Posada ist eine halbstündige Autofahrt von Cala Liberotto entfernt und liegt auf einem Hügel und lädt zum Schländern durch charmante mit grossen Kieseln belegte Gässchen ein. High Heels sind nicht wirklich zu empfehlen!

Oben an der Burg angekommen, eröffnet sich ein fantastischer Weitblick auf die Berge zur einen und das Meer zur anderen Seite.

Italien, Sardinien - Posada

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