Tauchen lernen am eigenen Schreibtisch und mit dem großen Hammerhai sowie majestätischen Mantarochen!

Publikation im Tauchmagazin „SeaStar“

 

 

Allgemeine Reiseinformationen

Land: Malediven
Lage: Die Republik Malediven besteht aus mehreren Atollen und 1195 Inseln welche nahe der Südspitze Indiens im Indischen Ozean liegen.
Größe: Das Land hat eine Fläche von 89.342 qkm.
Hauptstadt: Male
Bevölkerung: ca. 395.000 Einwohner
Sprache: Die offizielle Landessprache ist Dhivehi.
Religion: Der Islam ist die alleinige Staatsreligion.
Geld: Rufiyaa oder Malediven-Rupie (Rf) wobei der Wechselkurs direkt an den US-Dollarkurs gebunden ist. Für Touristen ist das übliche Zahlungsmittel der US-Dollar.
Visum: Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise auf die Malediven vorab kein Visum. Das 30 Tage gültige kostenlose Visum für die Einreise erhält man in der Regel bei Ankunft am Flughafen. Der Reisepass muss noch 6 Monate über das Ausreisedatum hinaus gültig sein.  Aktuelle Einreise-, Sicherheits- und Gesundheitsinformationen sind beim Auswertigen Amt erhältlich: http://www.auswaertiges-amt.de
Zeit: MEZ + 4 Std. (Sommerzeit MEZ + 5 Std.)
Medizinische Hinweise: Es sind keine spezifischen Impfungen vorgeschrieben (ohne Gewähr). Bitte aktuelle Informationen vor der Reise einholen.
Elektrische Spannung:     220 V; Die Stecker sind 3-polig und erfordern somit einen Adapter, welcher von den Four Seasons Resorts gestellt wird.
Informationen im Web: Four Seasons Resort Kuda Huraa
North Male Atoll, Maldives
Telefon: +960 / 664 48 88
Email: Ibrahim.nazeer@fourseasons.com
Homepage: www.fourseasons.com/maldiveskh
Four Seasons Resort Landaa Giraavaru
Baa Atoll, Maldives
Telefon: +960 / 660 08 88
E-Mail: andreas.auer@fourseasons.com
Homepage: www.fourseasons.com/maldiveslg
Four Seasons Resort Explorer
Live aboard, Maldives (Tauch-Katamaran)
Kontakt über eines der beiden Four Seasons Resorts
Homepage: www.fourseasons.com/maldivesfse

„Raajjeyge Jumhooriyyaa – Noch nie gehört?“

 

Tauchen lernen – Theorie daheim, Praxis da wo es schön ist

Oft stellen sich Tauchanfänger die Frage: „Mache ich meinen Tauchkurs vor dem Urlaub in der Heimat oder lieber im Urlaub mit vielen bunten Fischen im warmen Meer?“

Beides hat definitiv seine Vorteile. Zu Hause erleichtert der Sprachvorteil das Lernen und man kann sich die Zeit frei einteilen, um die Nase in die Tauchbücher zu stecken. Doch spätestens bei dem Gedanken im Nassanzug in einen kalten oft trüben heimischen See zu springen, läuft einem ein fröstelnder Schauer über den Rücken.

Also doch lieber in den Ferien, im schönen warmen Wasser wo es von Anfang an etwas zu bestaunen gibt? Dann muss man jedoch wertvolle Ferientage zum Lernen opfern und wenn man endlich richtig tauchen darf, ist der Urlaub schon fast wieder vorbei.

Welch ein Dilemma. Was nun? Wie wäre es damit, das Nützliche mit dem Angenehmen zu kombinieren? Die Four Seasons Resorts bieten gemeinsam mit PADI einen kombinierten Tauchkurs an. So kann man bequem von zu Hause aus einen Online Theorie Kurs bei PADI belegen und anschließend die praktischen Übungen auf den Malediven machen.

Wir waren neugierig, wie gut das Ganze funktioniert und wollten es genauer wissen. Christina hatte schon immer mal mit einem Tauchkurs geliebäugelt und das Vorhaben jedoch nicht zuletzt wegen der Vorstellung in hiesigen Gewässern zittern zu müssen vor sich her geschoben. Das Four Seasons Arrangement „Learn to dive in two days“ (Tauchen lernen in zwei Tagen) also die Theorie am heimischen Schreibtisch zu machen und die Praxis im 29°C warmen Meer zu absolvieren klingt so verlockend, dass Christina dieses ohne zu zögern für die SeaStar ausprobiert hat.

Los geht’s… aber wie? Zunächst mal meldet man sich beim PADI-Theorie e-learning Kurs an. Hierfür wird eine Gebühr in Höhe von 120 US-Dollar fällig, welche auch die Theorieprüfung beinhaltet.

Der Link zum Kurs lautet:

https://www.padi.com/elearning-scuba-registration/

Wichtig ist, dass man bei der online Registrierung das Tauchcenter angibt, bei dem man später den Kurs machen möchte. In Christina’s Fall also das Maldives Dive Center Kuda Huraa. In den Sprachoptionen kann man dann noch Deutsch angeben.

Der ein oder andere Zweifel besteht schon noch. Was mache ich wenn ich etwas nicht verstehe? Wen frage ich? Das Tauchcenter des Four Seasons Resorts hat bei Fragen seine Unterstützung angeboten. Klingt nett, aber per Email doch etwas umständlich. Also ist das Motto erst mal schauen wie es läuft.

Der e-learning Kurs ist sehr strukturiert in fünf Kapiteln aufgebaut. Zu den einzelnen Themen gibt es ausführliche Erklärungen und sehr anschauliche Filmchen, welche es wirklich einfach machen die jeweilige Thematik schnell und gründlich zu verstehen. Am Ende jedes Kapitels gibt es eine Lernkontrolle in Form eines kleinen Multiple-Choice-Tests. Wenn man diesen erfolgreich absolviert, ist man gut gerüstet für die abschließende Prüfung, die schrittweise nach jedem Kapitel abgelegt werden kann. Den Kurs kann man jederzeit unterbrechen oder wieder fortführen. So kann man sich die Zeit ganz flexibel nach dem persönlichen Lernrhythmus und dem eigenen Tagesablauf einteilen.

Wie sich am Ende des Kurses zeigt, sind die Inhalte so gut erklärt, dass es gar keine Unterstützung durch das Tauchcenter benötigt. Nach vier Tagen ist es geschafft. Die Theorie ist im Sack und nun kann der spannende Teil auf den Malediven folgen.

Ein bisschen Verwunderung besteht schon noch. Die Online Prüfung hätte doch jeder machen können. Oder?

Anreise – Auf zu den Malediven

In Deutschland verwandeln die ersten kalten Herbstnächte die Landschaft in eine weiße mit Raureif bedeckte Fläche und der Nebel liegt auf dem Weg zum Frankfurter Flughafen mystisch über dem badischen Land. Das macht den Ausblick auf türkisblaues Wasser, leuchtend weiße Strände und sommerliche Temperaturen umso reizvoller.

Burj Khalifa

Von Frankfurt geht es mit Emirates via Dubai nach Male. Ein stop-over in Dubai bietet sich für jeden an, der die krassen Gegensätze einer Retorten-Wüstenstadt mit unglaublichen Wolkenkratzern – angeführt von dem 828 m hohen Burji Kahlifa – und dem einfachen Handel von Gewürzen oder Fisch auf den einheimischen Märkten am Dubai Creek erleben möchte. Empfehlenswert ist in Dubai neben den typischen Attraktionen der Besuch des kleinen Museums welches etwas versteckt ganz zu Beginn des Gewürzmarktes zu finden ist und von einem Gewürzhändler betrieben wird.

An dieser historischen Stätte kann man einen zehnminütigen schwarzweiß Film über die Entwicklung von Dubai sehen. Einst erregte Dubai als Perlenstadt Aufsehen, erreichte später als Öl-Metropole Reichtum und entwickelt sich nun mehr und mehr zum Tourismusmagneten.

Der Flug von Dubai nach Male dauert dann nur noch 3 Stunden. Am Flughafen in Male angekommen, wird man von einem freundlichen Mitarbeiter des Four Seasons Resorts in Empfang genommen und mit dem Resort eigenen Speed Boot geht es auf einer rasanten Fahrt nach Kuda Huraa.

Raajjeyge Jumhooriyyaa – Das Tauchabenteuer kann beginnen

Ein fruchtiger Begrüssungscocktail und ein wundervoller Blick vom Wasserbungalow hinaus auf das leuchtende Meer. Endlich richtig angekommen auf Raajjeyge Jumhooriyyaa, wie die Malediven in der Landessprache Dhivehi heissen. Nun kann für Christina das Abenteuer Tauchen endlich richtig beginnen.

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Als erstes stellt sich mal heraus, dass es nicht ratsam gewesen wäre, wenn jemand anderes die theoretische online Prüfung absolviert hätte. Als Nachweis muss vor Ort nochmal ein kleiner Test abgelegt werden. Zum Glück hat Christina nicht gemogelt und kann sich nach dem kurzen Test gleich auf das im Übrigen sehr gut gepflegte Tauchequipment stürzen. Maske, Flossen, Jacket passen – rein in den Neoprenanzug, das Blei umgeschnallt und ab in den Pool für die ersten Basisübung. Da es bei allen gut klappt, geht es nach 30 Min. und natürlich etwas Pause schon raus zum ersten Übungstauchgang am Hausriff.

Am nächsten Tag findet ein intensiver Übungstauchgang vom Strand aus statt. Zwischen den Coral Frames des Reef Propagation Programs herrschen poolähnliche Verhältnisse, welche für die Übungen des Open Water Kurses geradezu ideal sind und gleichwohl mehr Spannung bieten als die Kacheln im herrlichen Pool des Resorts.

Ende Oktober ist einerseits nicht gerade Hauptreisezeit auf den Malediven, andererseits verfügt das Dive Center über genügend Tauchlehrer, so dass Christina ab der zweiten Lerneinheit sogar einen Tauchlehrer für sich allein hatte. Wenn es dann auch noch gut läuft und gleich alle Übungen auf Anhieb klappen, darf man sich am nächsten Tag sogar auf den ersten Bootstauchgang freuen.

Tauchkurs mit Mantas und…

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Ganz besonders erfreulich ist es, wenn die dritte Lerneinheit dann bereits an einem exklusiven Tauchplatz stattfindet und zwar am Manta Point am Lankan Reef. Wie der Name unschwer erkennen lässt, bietet sich an diesem Tauchplatz eine gute Chance majestätisch durch das Wasser gleitende Mantarochen zu beobachten. Und was jedes Taucherherz vor Freude schneller schlagen lässt, darf Christina bereits während ihres Tauchkurses erleben. Mehrere riesige Manta Rochen schweben an dieser Putzerstation um sie herum, während sie die Maske ausblasen und die letzten Tarierungsübungen machen muss.

Wer nun denkt, wow was für ein Erlebnis während eines Tauchkurses, kennt noch nicht die ganze Geschichte des Tauchgangs! Als plötzlich einer der ansonsten eher gemächlichen Mantarochen in Höchstgeschwindigkeit davon fliegt, taucht aus dem nichts ein Hai auf. Nein, kein kleiner Riffhai, nein auch keiner der selten gesehenen normalen Hammerhaie … sondern der große Hammerhai mit stattlichen 4 m, der üblicherweise ein Vertreter der Hochseehaie ist und quasi nie in der Nähe von Riffen gesehen wird.

In diesem Moment kann Christina das höchst seltene Schauspiel gar nicht recht einordnen und denkt: „Hm, ein Hai. Könnte ein Hammerhai sein, den mir Jochen gestern in einem Buch gezeigt hat.“ Als der Tauchlehrer allerdings etwas hektisch wird, näher ans Riff taucht und auf die Tauchtafel „A Great Hammerhead!“ schreibt, wird auch ihr klar, dass es wohl kein alltägliches Erlebnis ist.

Tauchen lernen am eigenen Schreibtisch und gleichzeitig mit dem großen Hammerhai sowie majestätischen Mantas, war für Christina die goldrichtige Entscheidung. Sie hat während des Kurses Taucherlebnisse genießen dürfen, welche für die meisten Taucher ein Traum bleiben.

Nach getaner Arbeit – sofern man einen Tauchkurs überhaupt als Arbeit bezeichnen darf – bietet Kuda Huraa eine Fülle an Möglichkeiten zur Entspannung. Ein besonderer Genuss ist eine Massage auf der kleinen vorgelagerten Wellnessinsel, zu der man mit einem Dhoni – ein kleines typisches maledivisches Boot – geschippert wird. Ganz entspannt und mit dem Tauchbrevet in der Tasche kann man sich dann auf die Four Seasons Explorer freuen.

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Four Seasons Explorer – Luxus, Gaumenfreuden, Erholung und natürlich Tauchen

Neben den beiden Resorts betreiben die Four Seasons auch ein Tauchschiff. Die Four Seasons Explorer ist ein luxuriöser Katamaran und das schnellste Tauchschiff auf den Malediven. Die maximal 22 Gäste dürfen sich daher auf abgelegene, unberührte Tauchplätze, viel Platz an Bord und extrem komfortable Kabinen freuen. Zwischen den Tauchgängen kann man herrlich auf dem Sonnendeck relaxen. Diejenigen, die gutes Essen schätzen, kommen ebenfalls nicht zu kurz. Die Küchen-Crew sorgt sowohl an Bord als auch auf einsamen Inseln beim Grillabend neben dem Lagerfeuer für kulinarische Gaumenfreuden.

Die Explorer verkehrt auf verschiedenen Routen zwischen den beiden Resorts auf Kuda Huraa im Male Atoll und Landaa Giravaaru im Baa Atoll, wobei letzteres seit Juni 2011 zu den UNESCO-Weltnaturerben zählt. Es können Trips mit 3, 4 oder 7 Nächte gebucht werden. Zur Walhaisaison empfiehlt es sich eine der beiden längeren Cruises zu wählen, da hier genügend Zeit bleibt die entsprechenden Spots anzusteuern.

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Zurück zum Tauchen. Der Open Water Kurs wird auf der Explorer nicht angeboten, daher ist dieser Voraussetzung, wenn man mehr als nur Schnuppertauchgänge erleben möchte. Empfehlenswert ist es zudem den Tieftauchgang brevetiert zu haben, da die PADI Open Water Ausbildung lediglich Tauchgänge bis 18 m vorsieht. Von diesen gibt es jedoch nur recht wenige. Darüber hinaus ist auch die NITROX Ausbildung eine Überlegung wert. Bei drei jeweils relativ tiefen Tauchgängen pro Tag kommt man mit reiner Luft doch recht schnell an die Nullgrenze, wodurch das Tauchvergnügen ein wenig beeinträchtigt werden könnte.

Auch hier hat sich das Dive Center der Four Seasons als äußerst flexibel erwiesen. Den Tieftauchgang kann Christina direkt nach dem erfolgreich bestandenen OWD Kurs auf Kuda Hurra machen. Für die Nitrox Prüfung wird es zeitlich ein wenig zu knapp, so dass sie diese auf der Explorer ablegen und damit das volle Tauchvergnügen genießen kann.

Die Vielfalt der Unterwasserwelt auf den Malediven von winzigen Nacktschnecken über farbenprächtige Korallen und riesige Fischschwärme bis zu häufigen Begegnungen mit Großfischen sind dem ambitionierten Taucher und SeaStar Leser aus diversen Artikeln längst hinreichend bekannt.

Malediven – Ein gefährdetes Tauchparadies

Weniger bekannt ist vielleicht das Umwelt Engagement der Four Seasons Maldives. Verschiedenste Einflüsse beeinträchtigen die Unterwasserfauna und -flora der Malediven und gefährden dieses Paradies für Taucher langfristig. Einige dieser Gefahren entstehen durch die Natur selbst, wie immer wieder vorkommende Temperaturerhöhungen der Gewässer, welche den äußerst sensiblen Korallen stark zu schaffen machen. Andere Gefahren drohen durch den unachtsamen Umgang des Menschen mit seiner Umwelt, wie zum Beispiel der unnütze Beifang von Großfischen oder Schildkröten in der Fischerei.

Hier gehen die Four Seasons mit gutem Beispiel voran. Man hat hier einerseits verschiedene nachhaltige Programme zum Schutz der Umwelt initiiert und andererseits touristische Attraktionen mit Filmen und interessanten Vorträgen zur Aufklärung kombiniert. Bevor es zum Beispiel zu einem Hai-Schnorchelausflug geht, kann man sich einen faszinierenden 3D-Film über Haie und deren Lebensraum ansehen. Man lernt hier von Biologen aus erster Hand vieles über die Lebewesen, die uns Taucher immer wieder begeistern. Aber auch die Gefahren, denen diese Lebewesen in der heutigen Zeit ausgesetzt sind, werden aufgezeigt.

Schildkröten-Schutzprogramm (Turtle Protection Program)

Neben den vielen Gefahren, die in der Natur auf Schildkröten lauern, tragen leider auch die Menschen ihren Teil zum stetigen Rückgang der Schildkörten bei. Viele Schildkröten sterben als Beifang in Fischnetzen oder ersticken qualvoll an Plastiktüten, welche sie mit ihrer Lieblingsspeise den Quallen verwechseln. Einige Inseln auf den Malediven gehören zu den relativ wenigen Brutstetten dieser Reptilien. Die trächtigen Weibchen schleppen sich nachts an den Strand und graben mühevoll ein Loch, in welchem sie viele Eier ablegen. Die Überlebenschance der Schildkrötenbabys ist extrem gering. Von 1000 geschlüpften Schildkröten überlebt meist nur eine. Auf ihrem Weg vom Strand ins Meer sind sie ein Leckerbissen für Vögel und im Meer angekommen warten unzählige Feinde auf die kleinen Reptilien. Wenn die Eier zusätzlich von den Einheimischen aus den Nestern genommen und verzehrt werden, gehören Schildkröten auf den Malediven zukünftig der Vergangenheit an.

Dieses Szenario versucht man mit dem auf Kuda Huraa lancierten Schutzprogramm für Schildkröten zu vermeiden. Die Forscher fahren auf die Inseln mit den Brutplätzen und erklären den Einheimischen die Situation. Aufklärung ist sicherlich ein guter Weg, jedoch allein wenig erfolgsversprechend. Aus diesem Grunde erhalten die Einheimischen eine Art Provision wenn sie die Nester der Schildkröten beschützen. Sobald die kleinen Schildkröten geschlüpft sind, fahren die Biologen raus um einige Schildkrötenbabys mitzunehmen. Behutsam werden die süßen kleinen Babys ungefähr 9 Monate lang großgezogen, um dann mit verbesserten Überlebenschancen auf ihre lange Reise durch die Weltmeere zu gehen.

So profitieren nicht nur die bedrohten Schildkröten von der Initiative sondern auch die Malediver selbst. Auf der einheimischen Insel Thulhadhoo im Baa Atoll haben sich die 350 Haushalte dem Schutz der Schildkröten und deren Brut verschrieben. Als Dankeschön für die Unterstützung des Turtle Protection Programs dürfen die Jugendlichen nun im eigenen durch die Four Seasons Resorts errichteten Thulhadhoo Turtle Stadium Fußball spielen.

Korallenzuchtprojekt (Reef Propagation Program)

Das El Niño Phänomen ist seit längerem bekannt. Diese Erwärmung der Gewässer tritt mittlerweile immer häufiger auf. Korallen reagieren hierauf extrem sensibel. Schon bei einer um nur einen Grad erhöhten Wassertemperatur beginnen die Korallen bleich zu werden und nach wenigen Wochen abzusterben. Gemeinsam mit der Firma Seamarc, welche sich der Umweltschutzforschung und ‑beratung insbesondere auf den Malediven widmet, haben die Four Seasons Resorts seit 2001 mehrere Meeresschutzprogramme aufgesetzt. Eines hiervon ist das Reef Propagation Project, das sowohl auf Kuda Huraa als auch auf Landaa Giravaaru. Hierzu hat man so genannte Reef Frames (Korallengerüste) aufgestellt und verschiedene Korallenarten darauf angesiedelt. In einem ersten Schritt war dies eine schnell wachsende Art. Nach und nach werden nun auch andere Arten angesiedelt, um eine gewisse Diversität zu gewährleisten. Die Biologen versuchen herauszufinden welche Korallenarten am unempfindlichsten gegenüber Temperaturschwankungen sind und somit langfristig eine größere Überlebenschance haben. Diese sollen dann vermehrt auf den Reef Frames angesiedelt werden, um nachhaltig einen positiven Beitrag zum Erhalt der Korallen zu leisten.

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Wer das Programm zur Erhaltung der Korallenriffe unterstützen möchte, kann über www.reefscapers.com eine Patenschaft für einen Reef Frame übernehmen. Es gibt kleine, mittlere oder große Korallengerüste für $150, $300 oder $500. Jedes Gerüst bekommt eine eindeutige Identifikationsnummer und den Namen des Paten. Auf der Reefscapers Webseite wird dann jedes Jahr ein Foto von dem Rahmen veröffentlicht, so dass die Paten die Entwicklung der Korallen auf ihrem Reef Frame mit verfolgen können.

Fischzucht Programm

Was dem Aquarianer eine besondere Freude ist, ist dem Taucher eher ein Greul. Oder kann sich jemand Anemonen ganz ohne die frechen kleinen Nemos vorstellen? Die Einheimischen haben längst erkannt, dass Clownfische nicht nur bei Tauchern sehr beliebt sind, sondern auch in Aquarien gern gesehen werden und somit eine gute Einnahmequelle darstellen. Um den Fang der Clownfische und anderer beliebter Zierfische langfristig zu vermeiden wird auf Landaa Giravaaru ein aufwendiges Forschungsprojekt betrieben, um eine Zucht der beliebten Aquariumsfische zu ermöglichen. Vor besondere Schwierigkeiten stellt die Forscher die Produktion von Krill für die gerade geschlüpften Fisch-Babys. Dieser mikroskopisch kleine Krill ist die einzige Nahrungsquelle der winzigen Jungfische. Langfristig ist es das Ziel den Einheimischen die Fischzucht beizubringen und somit den Fang der Tiere im Meer zu unterbinden und gleichzeitig eine alternative Einnahmequelle zu schaffen.

Manta On-Call

Das vom Marine Biologen Guy Stevens ins Leben gerufene Maldivian Manta Ray Project (MMRP) beschäftigt sich mit den immer noch wenig erforschten wunderschönen Mantas und versucht einen detaillierteren Einblick in das Leben und Verhalten dieser majestätischen Tiere zu erlangen. Bei jedem Tauchgang bei dem Mantas zu erwarten sind, werden Fotos von Mantas gemacht, um die Population zu erfassen und Erkenntnisse über die Gewohnheiten der Tiere zu bekommen. Das Punktemuster auf der Unterseite der Mantas ist wie ein Fingerabdruck und macht es somit möglich, die Tiere eindeutig voneinander zu unterscheiden.

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Auch die Touristen profitieren von den Aktivitäten der Biologen. Auf Landaa Giravaaru hat man sich einen besonderen Service einfallen lassen. Manta auf Anruf! Die Biologen fahren täglich raus, um möglichst viel über das Leben der Mantas zu lernen. Wenn die Biologen bei ihrer Ausfahrt erfolgreich sind und auf Mantas treffen, melden sie dies dem Resort. Die mit einem Handy ausgestatteten Gäste erhalten einen Anruf und werden informiert, dass Mantas gesichtet wurden. Dann geht alles ganz schnell. Innerhalb von 20 Min. gilt es sich am Anleger zu treffen und dann geht es mit dem Schnellboot zu den Mantas. Ein Gast berichtet sichtlich begeistert von seinem unvergesslichen Schnorchelerlebnis mit ca. 50 Mantarochen.

So sorgen die Four Seasons Resorts hoffentlich auch in Zukunft für die Erhaltung des Tauchparadieses auf den Malediven und auch dafür, dass dieses von vielen begeisterten Tauchneulingen bewundert werden kann.

Fotogalerie:

 

Hinweis: Die Tauchgänge wurden vom Fourseasons Resort unterstützt. Alle Eindrücke sind wie immer die unseren, darauf kannst du zählen!

 

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