Südafrika – Tauch- und Naturerlebnisse auf der Kap-Halbinsel - explore-the-ocean

Breitnasen-Siebenkiemerhai

Das Kap bietet nicht nur gute Hoffnung, sondern auch besondere Taucherlebnisse.

 

Publikation im Tauchmagzin „EuroDiver“:

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Zu den Fotos:

Fotogalerie

Allgemeine Reiseinformationen

Land: Südafrika
Lage: Die Republik Südafrika liegt an der Südspitze Afrikas zwischen dem Atlantik im Westen und dem Indischen Ozean im Osten.
Größe: Das Land
ist mit 1.220 tsd km2 ca. 3.4 mal so groß wie Deutschland.
Hauptstadt: Pretoria
Bevölkerung: ca. 52 Mio. Einwohner
Sprache: Mit 11 offiziellen Landessprachen gehört Südafrika zu den drei vielsprachigsten Ländern der Welt. Afrikaans und Englisch sind die am weitesten verbreiteten Sprachen.
Geld: Südafrikanischer Rand (ZAR) mit einem Kurs von ca. 1 EUR = 14,65 ZAR.
Anreise: Die internationalen Flughäfen in Johannesburg und Kapstadt werden von diversen Fluggesellschaften täglich angeflogen. Inlandsflüge verkehren regelmäßig
zwischen den größeren Städten, sind preislich angemessen und können einfach via Internet gebucht werden.
Visum: Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Südafrika kein Visum, sofern die Dauer des Aufenthalts bis zu 90 Tage beträgt.
Bei der Einreise erhält man einen Einreiseaufkleber in den Reisepass, welcher angibt, wie lange man sich im Land aufhalten darf.
Tauchgenehmigung: Nicht erforderlich
Zeit: mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Std.
(Sommerzeit MEZ +2 Std.)
Medizinische Hinweise: Es sind keine spezifischen Impfungen vorgeschrieben. In den nördlichen Gebieten wird Malaria Profilaxe dringend empfohlen.
Elektrische Spannung:     220 V; Die Stecker sind 3-polig und erfordern einen Adapter
Information im Web:         www.sharkexplorers.com

 

 „Südafrika – Tauch- und Naturerlebnisse auf der Kap-Halbinsel“

Faszination Kap Halbinsel

Ein Ausflug von Kapstadt auf die Kap Halbinsel bietet eine erstaunliche Vielfalt an Tieren, Pflanzen und landschaftlichen Eindrücken. Die Natur spielt hier mit Farben, Kontrasten, bizarren Felsen, weiten Blicken über den Ozean und einer überraschenden Pflanzen- und Tierwelt.

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Auf dem Weg zum Kap passiert man kurz nach dem schönen Städtchen Simons Town den Strand Boulders Beach. Wer Freude daran hat, die an Land ein wenig tollpatschig wirkenden Pinguine zu beobachten, sollte hier unbedingt einen Zwischenstopp einlegen. Am Boulders Beach lebt eine der wenigen Kolonien von Brillenpinguinen (African Penguins), die man aus nächster Nähe beim relaxen auf den Felsblöcken, bei einem kühlen Spaßbad in den Wogen des Atlantik oder beim Watscheln über den Strand beobachten kann.

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Bei der Weiterfahrt ist besondere Vorsicht geboten, denn Paviane (Baboons) treiben dort überall ihr Unwesen.

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Man sollte Fenster und Türen am Fahrzeug auf jeden Fall verschlossen halten, insbesondere wenn man am Straßenrand anhält. Ist man hier nicht gewappnet, kann es schnell passieren, dass ein Pavian die Autotür öffnet und ehe man sich versieht auf der Rücksitzbank Platz nimmt und dann auch noch die Kekse aus dem Auto klaut. Das mag sich im ersten Moment lustig anhören, doch können Paviane sehr aggressiv werden, Menschen angreifen und mit ihren imposanten Zähnen böse Verletzungen verursachen. Hauptsache dem Pavian haben die Kekse geschmeckt.

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Kap der guten Hoffnung

Bevor einem im tiefen Süden Südafrikas irgendetwas anderes in den Sinn kommt, denk man zunächst wohl unweigerlich an das Kap der Guten Hoffnung, mit seinen markanten Klippen. Das nahe der Südspitze Afrikas liegende Kap wurde einst vom portugiesischen Seefahrer Bartolomeu Diaz entdeckt. Es erlangte insbesondere wegen seiner für die Seefahrt gefähr-lichen Felslandschaft knapp unter der Wasseroberfläche und den starken Winden Berühmtheit. Eine Vielzahl auf Grund gelaufener Wracks sind noch heute Zeugen der Gefahren die rund um das Kap der Guten Hoffnung auf die Seefahrer lauern.

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Ohne das Schild, welches diesen geschichtsträchtigen Ort mit seinen Koordinaten markiert und die in Scharen darum für Fotos posierenden Touristen, würde man dem Kap der Guten Hoffnung vermutlich wenig Aufmerksamkeit schenken.

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Das ca. 1 km östlicher gelegene Kliff Cape Point hingegen ermöglicht einen Aufstieg bis zum Leuchtturm, welcher zum Teil spektakulär am Rande der Klippen entlang führt und atemberaubende Blicke über das türkis- bis tiefblaue Meer erlaubt. Der Weg zum Kap ist im südafrikanischen Frühling gesäumt von farbenprächtigen Pflanzen. Aus der Ferne blitzen schneeweiße Felder im gleißenden Sonnenlicht auf, welche sich später als glänzend weiße Blütenpracht entpuppen.

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Zwischen Straße und Meer grasen Strauße, welche mit ihren langen Hälsen ein wenig verdutzt schauen, wenn Touristen Fotoapparate auf sie richten.

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Kapstadt – Das Tauchbrevet sollte dabei sein!

Wer denkt bei Kapstadt ans Tauchen? Wohl die wenigsten! Wenn es weit kommt assoziiert an den südlichen Zipfel Afrikas mit Käfigtauchen, um dem gefürchteten großen Weißen Hai Auge in Auge gegenüber zu stehen. Wer jedoch fernab dieser ehr touristischen Variante echtes Tauchvergnügen wünscht, sollte auf jeden Fall das Tauchbrevet im Reisegepäck haben. Selbst wenn man nicht ans Tauchen denkt, kann es vorkommen, dass man plötzlich einen Flyer von den Shark Explorers in den Händen hält und nach einem kurzen Telefonat mit dem Haiexperten Morne infiziert ist und alle anderen Pläne über den Haufen schmeißt, um mit ihm abzutauchen.

Logo Sharkexplorers

Morne ist absolut fasziniert von den diversen Hai-Arten, welche sich rund um die Kap-Halbinsel zu Hause fühlen. Sobald man mit Morne über das Tauchen spricht beginnen seine
Augen zu funkeln. Auch unter Wasser gibt er seiner Freude freien Lauf, sobald er etwas Besonderes mit der Kamera einfängt. Morne setzt sich mit Energie für die Erhaltung der gefährdeten Hai-Arten ein und unterstützt die Forschung insbesondere mit Bildmaterial, welches in einem Foto-Katalog verwaltet wird, um die Haie anhand ihrer Muster über die Jahre identifizieren zu können.

Siebenkiemenhai

Als Kameramann hat Morne bei vielen Dokumentationen mitgewirkt. Darunter befinden sich unter anderem BBC, NatGeo und Discovery/Animal. 2008 wurde Morne aufgrund seiner faszinierenden Hai-Szenen in „Sharkman“ sogar mit dem Award of Excellence ausgezeichnet.

Siebenkiemenhaie im Kelpwald

Nicht weit von Simons Town und nur einen Steinwurf von der Küste entfernt befindet sich ein Kelpwald direkt unter der Wasseroberfläche, welcher verschiedene Hai-Arten beheimatet. An Bord des Tauchboots kann man sich nur schwer vorstellen, dass sich 10-20 bis zu drei Meter große Breitnasen-Siebenkiemerhaie (aufgrund ihrer sieben Kiemen) unter einem tummeln. Diese sehr seltenen Haie werden aufgrund ihres unter Haien unüblichen gemeinschaftlichen Jagdverhaltens auch als „Wölfe des Meers“ bezeichnet.
Ein gewisses Kribbeln ist beim Sprung ins Wasser definitiv vorhanden. Beim Abtauchen befindet man sich plötzlich in einer mystisch wirkenden Unterwasserwelt mit riesigem bis zur Wasseroberfläche hinaufsteigendem Tang wieder.

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Es dauert nicht lang bis der erste Siebenkiemer fast unbemerkt aus dem Dickicht des Kelpwaldes auftaucht und ruhig in selbigem wieder verschwindet. Spätestens jetzt ist der Blick geschärft und man sieht hier und da diese seltsam gemusterten Haie anmutig vorüber gleiten. Die Haie sind recht neugierig und gehen gern auf Kuschelkurs mit Tauchern. Oft drehen sie erst im allerletzten Moment ab oder gleiten wenige Zentimeter über den Taucher hinweg, was schon mal zu kurzem Stocken des Atems führen kann.

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Ganz angetan von diesen Tieren, fällt es schwer sich auf andere Dinge zu konzentrieren. Der Tangwald gehört jedoch auch zu den bevorzugten Lebensbereichen von Pyjamahaien. Diese Spezies der Katzenhaie verdankt ihren Namen dem durchgängig gestreiften Outfit, welches an einen Pyjama erinnert. Ein äußerst selten zu beobachtendes Ereignis, was selbst Morne zu Freudenausbrüchen beim Tauchen veranlasst, ist das Paarungsverhalten von zwei kleinen Puffotter Katzenhaien. Mit etwas Glück kann man auch noch auf Gefleckte Priel Haie, Leoparden oder Dunkle Katzenhaie entdecken.

Pyjama Katzenhai

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Neugierige Seehunde

Mit dem Tauchboot nur wenige Minuten vom Hai-Spot entfernt, erwartet den Taucher ein völlig gegensätzliches Taucherlebnis. Anstatt anmutig durchs Wasser gleitender Haie tummeln sich unzählige verspielte Seehunde im Wasser. Man kommt sich vor wie im Kindergarten, wo alle mit einem spielen wollen. Die Seehunde drehen Pirouetten, schießen schnell wie Pfeile über, unter und neben den Tauchern her oder schauen erstaunt in die Kamera.

Die Eindrücke von zwei Tauchgängen können nicht unterschiedlicher sein und jeder für sich hat seine eigene Faszination. Taucherlebnisse, welche man sicher nicht so schnell vergisst!

Verspielte Seehunde

Verspielter Seehund

Verspielter Seehund

Seehund

Verspielter Seehund

Darüber hinaus bietet Morne abhängig von der Saison weitere Taucherlebnisse mit Haien, welche nicht alltäglich sind. Von Dez – Juli sind Tigerhaie im Fokus des Tauchers und  im Zeitraum von Nov – Mai kann man auf Bullenhaie treffen, die ein Gewicht von über 200 kg erreichen können.

Während der Monate März – Nov findet man ca. 50 km weit auf dem offenen Meer die zu den häufigsten Hochseehaien zählenden Blauhaie. Diese kuriosen Haie sind recht lebhaft und durchaus interessiert daran Taucher genauer zu erkunden. Mit etwas Glück sind dann auch die bis zu 4 m und 500 kg schweren Makohaie in der Gegend. Sie gehören zu den wenigen Haien, die Sprünge von bis zu 5-6 m aus dem Wasser wagen.

Ein artenreicheres und spannenderes Haiangebot als bei den Shark Explorers ist wohl schwer zu finden.

Noch nicht genügend Eindrücke gesammelt?

Wer nun noch nicht genügend Eindrücke hat, verlässt die Kap-Halbinsel über eine der schönsten Panoramastraßen der Welt, dem Chapman’s Peak Drive.

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Die Küstenstraße  wurde zwischen 1915 und 1922 erbaut und direkt in die zerklüfteten Küstenklippen geschlagen. Kurvenreich schlängelt sich die Straße ca. 150 m überhalb des Meeres, entlang der Felsen. Von Aussichtspunkt Chapman’s Point kann man beobachten wie die Wellen des Ozeans auf die Klippen prallen und in hohen Gischtfontänen aufgehen. Schweift der Blick in die andere Richtung, leuchtet am Saum der Chapman’s Bay der meist menschenleere weitläufige Long Beach.

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Die Kap-Halbinsel bietet sowohl über als auch unter Wasser weitaus mehr, als das berühmte Kap der guten Hoffnung.

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